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Wunschkinder Kinderwunsch

03.05.2011 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin richtet einen ungewöhnlichen Kongress mit dem Theater Freiburg aus Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin geleitet von Prof. Dr. Giovanni Maio veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg vom 20.- 22. Mai 2011 ein Wochenende mit Vorträgen, Aufführungen und Diskursrunden zum Thema Wunschkinder Kinderwunsch. Die Technisierung der menschlichen Fortpflanzung. Unter den Titeln Leihmütter, Samenspender, Google-Babys Unerfüllter Kinderwunsch Baby mit 50 und Designerbabys präsentieren circa 50 Menschen unterschiedlicher Generationen in Zusammenarbeit mit Regisseuren, Ethikern und Dramaturgen ihre Recherchen und Überlegungen zu unterschiedlichen Aspekten der technisierten Fortpflanzung in künstlerisch-theatraler Form. Das Ensemble des Theater Freiburg entwickelt für dieses Anlass zudem das Stück Diese Kinder sind in Ordnung und bereitet drei weitere szenische Lesungen vor.

Die Idee hinter dem Projekt ist, aktuelle ethische Fragen und Debatten in neuartiger Weise der öffentlichen Diskussion zugänglich zu machen und mit Schülerinnen und Schülern, Studentinnen und Studenten sowie weiteren Laien so genannte partizipative Formen zu etablieren: Sechs Monate lang haben die Gruppen intensiv recherchiert und geprobt; dabei durften sie immer wieder auf die fachliche Expertise der Reproduktionsmediziner des Universitätsklinikums zurückgreifen.

Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin hat international renommierte Referenten eingeladen und zehn thematische Gesprächsrunden konzipiert, um die Fragen, die die Reproduktionsmedizin aufwirft, wissenschaftlich und ethisch einzuordnen. Unter anderen werden die israelische Soziologin Prof. Dr. Eva Illouz, der Tübinger Philosoph Prof. Dr. Otfried Höffe und der Freiburger Moraltheologe Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff zu hören sein. Dr. Oliver Müller, Dr. Joachim Boldt und Uta Bittner zeichnen sich vonseiten des Instituts für das Projekt verantwortlich.

Der aka Filmclub der Universität Freiburg ergänzt das Programm mit einer vierteiligen Filmreihe: Dokumentarfilme, Dramen und Science-Fiction Filme zeigen Interpretationen heutiger und zukünftiger menschlicher Fortpflanzung.

Das Projekt Wunschkinder Kinderwunsch wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Ein Ziel ist es, die Reproduktionsmedizin durch die Vereinigung von Wissenschaft und Theater den Studenten der Universität Freiburg und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kontakt:
Franziska Krause
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-5044
E-Mail: Krause@egm.uni-freiburg.de Weitere Informationen: http://www.wunschkinderprojekt.de http://www.igm.uni-freiburg.de
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