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Das Verhalten von Zellen wird berechenbarer

23.08.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Max-Planck-Forscher können erstmals vorhersagen, wie sich Zellen in elastischer Umgebung verhalten / Wichtige Erkenntnisse für Biotechnologie und Medizin

Biologische Zellen verhalten sich in dreidimensionalen weichen Umgebungen deutlich anders als auf harten Glasunterlagen, auf denen sie traditionellerweise untersucht werden. Jüngste Experimente mit Zellen auf elastischen Substraten haben gezeigt, dass die Kräfte an den Kontaktstellen zwischen Zellen und Umgebung sowie die Elastizität der Umgebung einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung und das Verhalten der Zellen haben. Forschern vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm bei Potsdam ist es jetzt gelungen, die dabei ablaufenden Vorgänge in einem Modell zu beschreiben, mit dem nun erstmals das Verhalten von Zellen auf und in weichen Materialien erklärt und sogar vorausgesagt werden kann (PNAS, 5. August 2003). Ein derart verbessertes Verständnis mechanischer und biochemischer Aspekte der Zelladhäsion trägt nicht nur zur Grundlagenforschung an biologischen Systemen bei, sondern lässt sich auch für viele Anwendungen nutzen, von der Kontrolle des Zellverhaltens auf Biochips und in künstlichen Geweben bis hin zur Herstellung von Implantaten.
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