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Im Zeichen des 550-Jahr-Jubiläums - Die Universität Basel präsentiert ihren Jahresbericht 2010

12.05.2011 - (idw) Universität Basel

Das vergangene Jahr war für die Universität Basel von zahlreichen Höhepunkten geprägt: Das 550-Jahr-Jubiläum weckte unter dem Motto «Wissen bewegt uns» in der ganzen Nordwestschweiz nachhaltiges Interesse für die Wissenschaft. Die Universität durfte zudem drei europäische Forschungszusprachen in Millionenhöhe entgegennehmen und die eingeworbenen Drittmittel in der Forschung stiegen um 30 Prozent. Die Studierendenzahlen nahmen wie im Vorjahr weiter zu und trotz Defizit weist die Universität Basel einen positiven Rechnungsabschluss aus. Erfolgreiches Jubiläum
Die Universität Basel hat wie viele Institutionen des Wissens in den letzten Jahrzehnten einen tiefgreifenden kulturellen Umbruch erlebt, der ihr Selbstverständnis im Verhältnis zu Jahrhunderten ihrer langen Geschichte stark verändert hat. Diese Entwicklung führte zu einer Vergesellschaftung der Universität und damit zu einer stärkeren Einbindung in jene Wissensgesellschaft, aus der sie ihre Legitimation ableitet. Diesem Umstand trug das im letzten Jahr erfolgreich umgesetzte 550-Jahr-Jubiläum Rechnung und richtete sich konsequent darauf aus, den Dialog mit der Gesellschaft zu fördern und die Identifikation mit der Universität zu festigen. Verschiedene Ausstellungen und Publikationen sorgten dafür, dass dabei die Geschichte nicht zu kurz kam. Zum ersten Mal feierte die Universität Basel ihr Jubiläum nicht nur in der Stadt, sondern in der ganzen Region, die zur natürlichen Leistungsbasis der Universität geworden ist. So wurde das Festjahr mit einem «Markt des Wissens» in Liestal eröffnet, der dann nach Porrentruy, Solothurn und Aarau wanderte, bevor er im September in Basel ankam. Den Schlusspunkt setzte ein glanzvoller Dies academicus im Basler Münster, wo die Universität am 4. April 1460 eröffnet worden war.

Steigende Studierendenzahlen
Die Zahl der Studierenden bewegt sich mit einem leichten Zuwachs von 2% in etwa auf der Höhe des Vorjahres und entspricht den Prognosen des Bundesamtes für Statistik, das nach dem für Basel besonders starken Anstieg der Studierenden im vergangenen Jahrzehnt für die nächsten Jahre eine eher rückläufige Entwicklung sieht. Ein Wachstum verzeichnen auch die ausländischen Studierenden, die nun einen Anteil von knapp über 22% an der Gesamtzahl der Studierenden von 11'826 erreichen. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus ist die Internationalisierung der Universität durchaus zu begrüssen. Sie liegt auf der Linie der Bolognareform, welche die Schaffung eines europäischen Hochschulraums im Interesse der globalen Konkurrenzfähigkeit anstrebt. Sie ist aber politisch nicht unbestritten, da für ausländische Studierende (noch) keine Regelungen für einen finanziellen Ausgleich bestehen.

Forschung und Nachwuchs
Für den Bereich Forschung ist der Anstieg der Drittmittel im Budget der Universität bedeutsam. Diese haben 2010 um rund 30% auf rund 159 Millionen Franken zugenommen. Verschiedene Faktoren trugen zu dieser Entwicklung bei. Die Projektzusprachen des Schweizerischen Nationalfonds SNF bewegten sich auf konstant hohem Niveau, obwohl die Zunahme des Wettbewerbs spürbar wird. Auch die Ansiedlung von SNF-Förderprofessuren schlägt hier zu Buche. Die Universität Basel erweist sich in dieser Hinsicht als attraktiv und konnte 2010 vier neue Professuren aus den Bereichen Medizin und Naturwissenschaften aufnehmen.
Im europäischen Rahmen waren die Zusprachen von drei Advanced Grants des European Research Council bemerkenswert. Jeder Grant ist mit drei Millionen Franken dotiert und fördert Projekte mit hohem Innovationspotenzial. Gefördert wurden der Immunologe Prof. Dr. Ed Palmer, der Zoologe Prof. Dr. Dieter Ebert und der Chemiker Prof. Dr. Ed Constable.

Im Jubiläumsjahr durfte die Universität auch beträchtliche private Stiftungen entgegennehmen. Darunter sind die Unterstützung der Entwicklung der Informatik durch die Moritz Straus-Stiftung mit vier Millionen Franken, die Stiftung einer Professur für Molecular Bionics durch das Ehepaar Grisard sowie die Einrichtung eines Life Science Funds zur Förderung Excellence in Life Sciences durch die Novartis Stiftung besonders zu erwähnen.

Positiver Rechnungsabschluss trotz Defizit
Das erste Jahr der Leistungsperiode 20102013 schloss mit einem Defizit von 3,4 Millionen Franken ab. Dies ist trotz des negativen Ergebnisses positiv zu werten, da es gelungen ist, das budgetierte Defi-zit mehr als zu halbieren und die Drittmitteleinnahmen markant zu steigern. Der Gesamtaufwand für das Jahr 2010 betrug 642.9 Mio. Franken bei einem Ertrag von 639.5 Mio. Franken.

Die Trägerkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft finanzierten mit insgesamt 283 Mio. Franken 44.8% des Universitätsbudgets. Die Beiträge des Bundes gemäss Universitätsförderungsgesetz steuerten 11.4% (72.9 Mio. Fr.) bei, die übrigen Kantone, die Studierende nach Basel schicken, bezahlten entsprechend der Interkantonalen Universitätsvereinbarung (IUV) 11% (70.4 Mio. Fr.) des universitären Budgets. Der Personalbestand der Universität nahm um 13.7% oder 304 Vollzeitstellen auf 2527 Universitäts- und Projektanstellungen zu, was zu einem grossen Teil auf Drittmittelanstellungen zurückzuführen ist. Die Universität erwartet, die Leistungsperiode 2010 bis 2013 mit einem kumulativ ausgeglichenen Ergebnis abzuschliessen.

Kontakt
Prof. Dr. Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel, Tel. 061 267 30 30,
E-Mail: a.loprieno@unibas,ch
Christoph Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität Basel, Tel. 061 267 30 01,
E-Mail: christoph.tschumi@unibas.ch
Dr. Beat Münch, Adjunkt des Rektors, Tel. 061 267 30 32, E-Mail: beat.muench@unibas.ch
Hans Syfrig, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Universität Basel, Tel. 061 267 30 16,
E-Mail: hans.syfrig@unibas.ch

Download
Jahresbericht und Jahresrechnung 2010 der Universität Basel im Internet: www.unibas.ch/jahresbericht

Druckfähige Fotos der Universität Basel im Internet: www.unibas.ch >Aktuell >Bild-Datenbank

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