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Dieter Senghaas und Gesine Schwan: prominente Gäste in der "Friedensstadt Augsburg"

22.05.2011 - (idw) Universität Augsburg

Augsburg/KPP - Die intensive Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Friedens- und Konfliktforschung der Universität mit dem Projektbüro für Frieden und Interkultur des städtischen Kulturamtes führt demnächst wieder zwei prominente Gäste nach Augsburg: Am 1. Juni spricht Prof. Dr. Gesine Schwan in der gemeinsamen Reihe "Zusammen leben - Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft" zum Thema "Vielfalt in der Demokratie. Herausforderungen und Chancen". Bereits am 25. Mai ist Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Senghaas, Nestor der deutschen Friedens- und Konfliktforschung, mit einem Vortrag zur Frage "Wohin triftet die Weltpolitik" zu Gast. "Wohin triftet die Weltpolitik?" - Dieter Senghaas am 25. Mai in der Neuen Stadtbücherei

Auf Einladung des Augsburger Lehrstuhs für Politikwissenschaft/Friedens- und Konfliktorschung, der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung und des städischen Projektbüros für Frieden und Interkultur wird Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Senghaas am 25. Mai 2011 ab 19.30 Uhr in der Neuen Stadtbücherei (Ernst-Reuter-Platz 1, 86150 Augsburg, Eintritt frei) über die aktuellen Entwicklungen der internationalen Politik sprechen und über die Bemühungen auf unterschiedlichsten Ebenen, Regelungen für die globale Konfliktkonstellationen herbeizuführen.

Ein Gründervater der deutschen Friedens- und Konfliktforschung ...

Dieter Senghaas ist emeritierter Professor für Internationale Politik und internationale Gesellschaft, insbesondere Friedens-, Konflikt- und Entwicklungsforschung sowie Senior Fellow am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) der Universität Bremen. Er zählt zu den Gründungsvätern der deutschen Friedens- und Konfliktforschung. Bei Suhrkamp hat er zahlreiche zentrale Publikationen zu Grundfragen des internationalen und innergesellschaftlichen Friedens veröffentlicht, darunter "Zum irdischen Frieden" (2004), "Klänge des Friedens" (2001), "Frieden machen" (1997), "Den Frieden denken" (1995), "Friedensprojekt Europa" (1992) und "Kritische Friedensforschung" (1971).

... mit hohem internationalen Ansehen

Senghaas und sein Werk wurden schon vielfach ausgezeichnet und mit Preisen geehrt u. a. mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tübingen, mit dem Leopold-Kohr-Preis (2010), dem Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon, Bremen (2006), dem Göttinger Friedenspreis 1999 sowie mit dem International Peace Research Award (1987). Seine friedenstheoretischen Forschungen, die er im "Zivilisatorischen Hexagon" zusammengefasst hat, genießen in der internationalen Friedens- und Konfliktforschung weltweit Beachtung.

"Vielfalt in der Demokratie" - Gesine Schwan am 1. Juni im Goldenen Saal

Eine nicht minder prominente Referentin wird am 1. Juni 2011 den nächsten Abend in der Reihe "Zusammen leben - Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft" gestalten: Prof. Dr. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin und Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance, war von 1999 bis 2008 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), 2004 und 2008 kandidierte sie für die SPD für das Amt der Bundespräsidentin.

"Neuer nationaler Gemeinsinn" statt eines überkommenen "Nationalgefühls"

"Deutschlands Zukunft", sagt Schwan, "liegt nicht im Festhalten an einem überkommenen Nationalgefühl." Die Einheitlichkeit der Gesellschaft, die so ein Nationalgefühl unterstellt, gebe es nicht und sie sei auch nicht zu wünschen. Statt dessen gehe es darum, einen "neuen nationalen Gemeinsinn" zu stärken, der Einheit in Vielfalt durch gegenseitige Anerkennung will. Menschen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Erinnerungen sollen zum Ausgangspunkt einer kollektiven Identität werden. Wie sie sich das vorstellt, wo die Schwierigkeiten auf diesem Weg liegen, wird Schwan am 1. Juni 2011 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses (Beginn 19.30 Uhr, Eintritt 7,-/5,- Euro) in einem "Vielfalt in der Demokartie - Herausforderungen und Chancen" betitelten Vortrag und in einer anschließenden, von Rainer Bonhorst - dem ehemaligen Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen - moderierten Diskussion erläutern.

Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft

Zur Redereihe "Zusammen leben Augsburger Reden zu Vielfalt und Frieden in der Stadtgesellschaft" werden profilierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Sport zu öffentlichen Vorträgen in die "Friedensstadt Augsburg" eingeladen. Sie widmen sich in Referat und Diskussion den Themengebieten Interkulturalität, Diversity, Migration, Integration oder interreligiöser Dialog. Ziel ist es, das Verständnis für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen zu fördern und Ansätze, Positionen und Handlungsoptionen für die Bürgergesellschaft vorzustellen. "Gerade Augsburg kann vor dem Hintergrund seiner Geschichte der zivilen Organisation von gesellschaftlicher Differenz einen europäischen Beitrag zur Gestaltung des Miteinanders in den komplexen Stadtgesellschaften von heute leisten. Die Redereihe soll dazu ein Impuls sein", so Timo Köster vom städtischen Projektbüro, der die Reihe gemeinsam mit der Universität, mit der Interkulturellen Akademie Augsburg und mit dem Evangelischen Forum Annahof.

Friedens- und Konfliktforschung in der "Friedensstadt Augsburg"

"Für uns ist diese enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit anderen aktiven Einrichtungen und Gruppen der 'Friedensstadt Augsburg', wie sie sich in den beiden anstehenden Veranstaltungen erneut exemplarisch spiegelt, eine enorme Bereicherung", sagt Prof. Dr. Christoph Weller, Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Politikwissenschaft/Friedens- und Konfliktforschung, der den vor zwei Jahren an der Universität Augsburg eingerichteten Masterstudiengang "Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung" leitet. "Nachdem die Schriften von Dieter Senghaas zum festen Bestandteil unseres interdisziplinären Master-Curriculums zählen", so Weller weiter, "wird der Vortrag des prominenten Bremer Friedensforschers sicher auch für unsere Studentinnen und Studenten zu einem besonderen Ereignis werden."

AFK-Geschäftsstelle seit einem Jahr in Augsburg

Abgesehen von der Bereicherung des Lehrangebots durch außergewöhnliche Veranstaltungen sei diese Kooperation das zentrale Mittel, um die Friedens- und Konfliktforschung in der "Friedensstadt Augsburg" zu etablieren. "Wie erfolgreich wir auf diesem Weg sind", so Weller, "belegt die Tatsache, dass es uns 2010 im engen Schulterschluss mit der Stadt Augsburg bereits gelungen ist, die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung e.V. (AFK) an der Universität Augsburg anzusiedeln."

Pressegespräch am 25. Mai im Kulturamt der Stadt Augsburg

Den Vortrag von Professor Senghaas nehmen Universität und Stadt Augsburg zum Anlass, um am 25. Mai 2011 die "Neu-Augsburgerin" AFK mit ihren Projekten und Initiativen im Vorfeld des Vortrags vorzustellen: Für 12.30 Uhr sind an diesem Tag die Vertreterinnen und Vertreter der Medien zu einem Pressegespräch mit Bürgermeister und Kulturreferent Peter Grab, Prof. Dr. Christoph Weller, Pia Popal, der Geschäftsführerin der AFK, und Timo Köster, dem Leiter des Büros für Frieden und Interkultur, ins Kulturreferat der Stadt Augsburg eingeladen (Zimmer 102 des Verwaltungsgebäudes, Rathausplatz 1, 86150 Augsburg).

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Die Termine im Überblick:

Mittwoch, 25. Mai 2011, 12.30 Uhr: Pressegespräch zu der seit einem Jahr in Augsburg ansässigen AFK-(Geschäftsstelle) und ihren Projekten im Raum 102 des Verwaltungsgebäudes der Stadt Augsburg, Rathauspl
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