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Zukunftstechnologie im Maschinenbau der Hochschule Lausitz

23.05.2011 - (idw) Hochschule Lausitz (FH)

Die erste 3-D-Wasserstrahlschneidanlage mit der neuen Dynamic Waterjet XD Technologie an einer deutschen Hochschule wurde an der Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme, die in Anwesenheit Präsidenten der Hochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, und der Dekanin des Fachbereiches Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau, Prof. Dr. Kathrin Lehmann, im Labor für Werkzeugmaschinen erfolgte, war am 21. Mai 2011 ein Höhepunkte des Tages der offenen Hochschultüren. Prof. Dr. Sylvio Simon aus dem Studiengang Maschinenbau dankte allen, die zur Beschaffung und zum Einbau der Anlage beigetragen hatten - neben der Hochschulleitung und den zuständigen Mitarbeitern insbesondere der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Diese 3-D-Wasserstrahlschneidanlage vom Typ Flow Mach 4 b im Wert von 250.000 Euro konnte aufgrund der Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land Brandenburg beschafft werden.

Zum Einsatz soll die Maschine an der Hochschule Lausitz vorrangig in der Lehre, aber auch im Zusammenwirken mit den Kooperationspartnern der Hochschule aus der Wirtschaft kommen. Unter anderem werden damit Zugproben aus den verschiedensten Werkstoffen ausgeschnitten.

Geliefert wurde die Maschine von der Flow Europe GmbH, der im badischen Bretten ansässigen Europa-Zentrale der Flow International Corporation mit Sitz in Kent, USA. Flow ist weltweiter Marktführer in der Ultrahochdruck- und Abrasivwasserstrahl-Schneidtechnologie für den Anwendungsbereich industrielles Schneiden.

Die neue Dynamic Waterjet XD Technologie vereint 3-D-Funktionalitäten mit Dynamic Waterjet. Dies führt zu unschlagbarer Genauigkeit, Geschwindigkeit und Flexibilität. Die Dynamic Waterjet Technologie wurde von Flow im Jahr 2001 erfunden und patentiert.

Mit dieser exklusiven Technologie ist es auf einfachste Weise möglich, zwei bis vier mal schneller und mit höherer Präzision zu schneiden. Auch schwierige Eckgeometrien stellen kein Problem dar. Dynamic Waterjet kompensiert automatisch Strahlnachlauf und Winkelfehler, die beim Wasserstrahlschneiden typischerweise auftreten.

Das zu bearbeitende Material wird beim Wasserstrahlschneiden durch einen Hochdruckwasserstrahl getrennt. Dieser Strahl hat einen Druck von bis zu 4000 bar und erreicht Austrittsgeschwindigkeiten von bis zu 1000 m/s. Das Schneidgut erwärmt sich dabei kaum. Durch den hohen Druck ist das Schneidwasser keimfrei (Hochdrucksterilisation). Zur Erhöhung der Schneidleistung wird dem Strahl häufig ein Schneidmittel, ein so genanntes Abrasiv, zugesetzt.

Mit der neuen Maschine an der Hochschule Lausitz können fast alle Werkstoffe bearbeitet werden, auch gehärteter Stahl, Kupfer, Glas, Kunststoffe oder Holz, was einen überragenden Vorteil des Wasserstrahlschneidens gegenüber dem Laserstrahl- oder Plasmastrahlschneiden darstellt. Die Schnitttiefe beträgt maximal 150 Millimeter.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. habil Sylvio Simon
Hochschule Lausitz (FH)
Fachbereich Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau
Studiengang Maschinenbau
Tel.: 03573 85-425
E-Mail: Sylvio.Simon@hs-lausitz.de Weitere Informationen: http://www.hs-lausitz.de/fachbereiche/iem.html - zu den Interneteseiten des Fachbereiches Informatik/ Elektrotechnik/ Maschinenbau der Hochschule Lausitz
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