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Sonderforschungsbereich Informationsstruktur verlängert - DFG bewilligt neun Mio. Euro

25.05.2011 - (idw) Universität Potsdam

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung für den an der Universität Potsdam angesiedelten Sonderforschungsbereich 632 Informationsstruktur: Die sprachlichen Mittel der Gliederung von Äußerung, Satz und Text um vier weitere Jahre verlängert. Die Fördersumme für diesen Zeitraum umfasst rund neun Millionen Euro. Im dem Sonderforschungsbereich kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der Linguistik, Kognitionswissenschaft und Germanistik der federführenden Universität Potsdam zusammen mit Kollegen und Kolleginnen an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin.
In der nunmehr dritten Förderrunde beteiligen sich insgesamt 17 Teilprojekte, die sich aus verschiedenen theoretischen, methodischen und empirischen Blickwinkeln einem zentralen Problem der Sprachwissenschaft an der Schnittstelle zur Kognitionswissenschaft widmen: Welche grammatischen Mittel werden zur optimalen Informationsübertragung in natürlichen Sprachen eingesetzt, d.h. wie wird unsere Kenntnis über die Welt mit Hilfe von sprachlichen Mitteln erweitert und aktualisiert? Die Forscher gehen dabei von der Annahme aus, dass die zu vermittelnde Information auf eine dem jeweiligen Kontext und dem jeweiligen Wissensstand der Diskursteilnehmer angemessene Weise sprachlich dargeboten wird, d.h. eine besondere Informationsstruktur hat. Die Projekte untersuchen in einem integrativen Ansatz, wie für die Informationsübertragung zentrale mentale Kategorien wie beispielsweise Neuheit, Gegebenheit und Kontrast in natürlichen Sprachen ausgedrückt werden, wie sie verarbeitet, produziert und gelernt werden, was für Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen Sprachen gibt, und wie sich informationsstrukturelle Hervorhebungen mit der Zeit ändern.
In der dritten Förderrunde kommen sechs neue Forschungsprojekte hinzu, darunter zwei Transferprojekte, welche sich den praktischen Anwendungen der Forschung widmen: In einem Projekt geht es um die Frage nach dem richtigen Deutsch in der Aus- und Fortbildung von Lehrern und Erziehern. In dem zweiten neuen Projekt aus dem Bereich der Computerlinguistik arbeiten die Forscher daran, künstlich erzeugte Sprache natürlicher klingen zu lassen.
Neu ist auch das integrierte Graduiertenkolleg. Durch die Finanzierung eines Koordinators wird den Doktoranden des SFB eine strukturierte Ausbildung ermöglicht, die sich an den Vorgaben der Potsdam Graduate School orientiert.

Hinweis an die Redaktionen:

Kontakt: Prof. Dr. Malte Zimmermann, Sprecher des Sonderforschungsbereiches,
Telefon: 0331/977-2319, E-Mail: malte.zimmermann@uni-potsdam.de Weitere Informationen: http://www.sfb632.uni-potsdam.de/
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