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Stellungnahme zur Sicherheit von Kernkraftwerken

26.05.2011 - (idw) Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste

Düsseldorf, 26.05.2011. Die folgende Stellungnahme wurde von Mitgliedern der Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ausgearbeitet und behandelt konzentriert eine Reihe von Aspekten der Reaktorsicherheit, die in der Stellungnahme der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) keine Erwähnung fanden. Die Akademie hat mehrfach zu Problemen der Energieversorgung Stellung genommen, zuletzt im Mai 2006 mit der Denkschrift Die Energieversorgung sichern Politische, technologische und wirtschaftliche Implikationen. Nach Einschätzung der Akademie ist eine sicherheitstechnische Nachrüstung der deutschen Kernkraftwerke geboten, die über das hinausgeht, was für die Stromversorgung, die Kühlwasserversorgung und die Notfallsysteme nach üblichen Standards der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) für angemessen angesehen wird. Vor allem ist auch eine umfassende Vorbereitung der Organisation von Notfallmaßnahmen unabdingbar. Die Empfehlungen gelten für deutsche Anlagen ebenso wie für die Anlagen anderer Länder.

Die Akademie will dabei nicht zu der Frage Stellung nehmen, ob und wie schnell aus der Kernenergie ausgestiegen werden sollte. Das ist eine politische Entscheidung, für die auch volkswirtschaftliche Aspekte zu bedenken sind. Weitgehend unabhängig von der Geschwindigkeit eines Ausstiegs bedarf es sicherheitstechnischer und sicherheitsorganisatorischer Nachrüstungen bei allen Anlagen. Es ist ein in der Bevölkerung immer wieder anzutreffender, schwerwiegender Irrtum, dass mit dem Abschalten von Anlagen auch die Gefährdung durch massive Schadensereignisse bereits beseitigt sei. So ist es leider nicht. Wegen der langen Abklingzeiten der Radioisotope in den Brennelementen muss die aktive Kühlung über lange Zeiträume weiterhin sichergestellt werden.

Die in der Stellungnahme aufgeführten Maßnahmen stellen ein Mindestmaß an sicherheitstechnischer und organisatorischer Nachrüstung dar und sollten überall in Europa durchgeführt werden. Die Akademie versendet diese Stellungnahme u.a. an Vertreterinnen und Vertreter der Bundes-, Landes- und Europapolitik.

Rückfragen zu der in der PDF Datei angefügten Stellungnahme richten Sie bitte an den Präsidenten der Akademie, Professor Dr. Dr. Hanns Hatt. Telefonisch unter 0211 61734-34 oder per Mail unter presse@awk.nrw.de Weitere Informationen: http://www.awk.nrw.de/awk/akademie/akademie_aktuell/index.php Anhang
Stellungnahme zur Sicherheit von Kernkraftwerken der NRW Akademie
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