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Staatssekretär Schütte besucht Plasmaphysiker in Greifswald

27.05.2011 - (idw) Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

Forschungsstaatssekretär informiert sich über INP und IPP

Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird am Mittwoch, dem 1. Juni 2011 zu einem Informationsbesuch bei den Plasmaphysikern in Greifswald erwartet. Hier wird er das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald e.V.) sowie das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) besuchen. Im INP wird Herr Dr. Schütte sich schwerpunktmäßig über den Campus PlasmaMed und das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) plasmatis informieren. Der Campus wird vom BMBF im Rahmen des Programms Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern gefördert. Zwei Greifswalder Stärken mit langer historischer Tradition, die Plasmaforschung und die Medizin = Plasmamedizin, kommen hier zusammen und werden durch diese Zusammenarbeit noch stärker.

Die Plasmamedizin ist noch ein sehr junges Gebiet mit hohem Innovationspotenzial und großen Zukunftsaussichten. Sie entwickelt sich derzeit zu einem neuen Forschungszweig. Plasma wirkt antiseptisch und kann damit die Wundheilung beschleunigen oder z. B. Erkrankungen der Haut oder des Zahnfleisches lindern. Neben einer Verbesserung der Lebenssituation von Patienten erscheint eine Entlastung des Gesundheitssystems durch z. B. verkürzte Therapiezeiten durch den Einsatz der Plasmamedizin möglich.

Unter der Federführung des INP Greifswald bearbeiten die Universitäten Greifswald und Rostock, die Berliner Charité, das Unfallkrankenhaus Berlin- Marzahn, die Fachhochschule Stralsund, das Forschungszentrum Wismar e.V., das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), die HAWK Göttingen sowie Cinogy GmbH, Duderstadt gemeinsam die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen. Die enge interdisziplinäre Kooperation der Fachdisziplinen Plasmaphysik, Unfall- und Viszeralchirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Dermatologie, Hautphysiologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Hygiene, Mikrobiologie, Immunologie, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Pharmazie und Humanökologie zeigt das hohe Innovationspotenzial der Plasmamedizin auf.

Im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik will sich Staatssekretär Schütte über den Stand der Fusionsforschung und über die Montage der Forschungsanlage Wendelstein 7-X informieren, die gegenwärtig im IPP in Greifswald aufgebaut wird. Wendelstein 7-X wird nach der Fertigstellung die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator sein. Im Rahmen des europäischen Fusionsforschungsprogramms hat sie die Aufgabe, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen.

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik ist dem von Euratom koordinierten europäischen Fusionsprogramm assoziiert, zu dem sich die Fusionslaboratorien der Europäischen Union und der Schweiz zusammengeschlossen haben.
Ziel der Forschung ist es, die Energieproduktion der Sonne auf der Erde nachzuvollziehen und aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Brennstoff ist ein dünnes ionisiertes Wasserstoff-Gas, ein Plasma. Da die für den Fusionsprozess nötigen Grundstoffe in großer Menge überall vorhanden sind und ein Fusionskraftwerk günstige Sicherheits- und Umwelteigenschaften verspricht, könnte die Fusion einen nachhaltigen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft leisten.


Interessierte Journalisten sind herzlich in das INP oder das IPP eingeladen:

Mittwoch, 1. Juni 2011

im INP um 12:00 Uhr

im IPP um 15:30 Uhr für Bildjournalisten und
um 16:50 Uhr für Fragen an den Staatssekretär

Anmeldung
im INP unter Tel. 03834 554-312, E-Mail: glawe@inp-greifswald.de
im IPP bitte unter Tel. 03834 88-1203, E-Mail: beate.kemnitz@ipp.mpg.de
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