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Zelltod durch Radikale

01.06.2011 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Biochemie-Experte aus Uruguay am 7. Juni zu Besuch an der Universität Jena Der Mensch braucht Sauerstoff zum Leben. Doch kann er in bestimmten Kombinationen auch gefährlich für den Organismus sein z. B. in Form von reaktiven Sauerstoffverbindungen, etwa als freie Radikale und Oxidantien. Sie entstehen während des Stoffwechsels einer Zelle und können erheblichen Schaden verursachen. So sind sie an der Entstehung verschiedener Krankheiten oder dem Alterungsprozess beteiligt.

Prof. Dr. Rafael Radi von der Universität Montevideo (Uruguay) nimmt schon seit einigen Jahren freie Radikale unter die Lupe. Im Rahmen eines Humboldt-Stipendiums hält der Biochemiker über seine Forschungen einen Vortrag am 7. Juni um 17 Uhr im Abbe-Zentrum Beutenberg (Hans-Knöll-Str. 1).

Der Uruguayer beschäftigt sich besonders mit einem speziellen Oxidanz: dem Peroxinitrit. Es entsteht aus Stickstoffmonoxid- und Superoxid-Radikalen. Mich interessiert in meiner Forschung, wie aus diesen beiden Radikalen etwa in Verbindung mit DNA oder einzelnen Proteinen ein Zellgift hervorgeht, sagt Prof. Radi. Denn Peroxinitrit führt Zelltod herbei und ist damit für verschiedene Krankheiten mitverantwortlich. So ist es etwa an Herzkreislauferkrankungen, Neurodegeneration und Entzündungen beteiligt. Der Biochemiker der Universität Montevideo hat Wirkstoffe entwickelt, die Peroxinitrit zerstören. Sie sollen in der Medikamentenherstellung zum Einsatz kommen, nachdem die Wissenschaftler die Ergebnisse in klinischen Studien überprüft haben.

Für seinen dreitägigen Aufenthalt in Jena gibt es vor allem einen Grund. Ich komme nach Jena, weil Prof. Tilman Grune dort arbeitet, sagt Radi. Er ist ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Auch der Jenaer Ernährungswissenschaftler schätzt die Zusammenarbeit mit seinem südamerikanischen Kollegen. Wir planen eine längere Zusammenarbeit, verrät er.

Der Vortrag Free Radicals in Biology: Chemical and Physical Aspects and Impact in Biomedicine von Prof. Dr. Rafael Radi beginnt am Dienstag, den 7. Juni um 17 Uhr im Abbe-Zentrum Beutenberg (Hans-Knöll-Straße 1).

Kontakt:
Prof. Dr. Tilman Grune
Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Jena
Dornburger Straße 24, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949671
E-Mail: tilman.grune[at]uni-jena.de Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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