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Qualitätsoffensive für die deutsche Windenergiebranche

10.06.2011 - (idw) Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES

Bundesregierung und Land engagieren sich für wissenschaftliche Einrichtung in Bremerhaven. Der Ausbau der Windenergie ist energiepolitisch und wirtschaftlich eine wichtige Säule des Zukunftskonzeptes der Bundesrepublik. Deshalb wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), des Landes Bremen sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Errichtung eines Gondelprüfstandes für Windenergieanlagen unterstützt. Planung, Bau und Betrieb der Anlage erfolgt durch das Fraunhofer IWES in Bremerhaven auf wissenschaftlicher Basis. Mit dem DyNaLab (Dynamic Nacelle Laboratory) soll 2014 in Deutschland erstmals ein Gondelprüfstand mit einer Antriebsleistung von 10 Megawatt in Betrieb gehen. Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Fläche können Gondeln im Leistungs-bereich zwei bis 7,5 Megawatt getestet werden. Diese Infrastruktur kann durch realitätsnahe Prüfungen im Labor und an der Anlage der Entwicklung leistungs-fähiger und zuverlässiger Windenergieanlagen Vorschub leisten und damit den Ausbau der Windenergie in Deutschland beflügeln und langfristig Marktanteile international absichern. Made in Germany hat für deutsche Hersteller eine vielversprechendere Perspektive, wenn sich ihre Produkte durch Qualität und Funktionssicherheit auszeichnen und dies auch durch entsprechende Tests nachgewiesen wird.

Dieser Prüfstand ist ein weiterer Meilenstein zur Professionalisierung und Industrialisierung der Windenergie-Branche ist sich Institutsleiter Prof. Andreas Reuter sicher. Die technische Zuverlässigkeit der bis zu 400 Tonnen schweren Gondeln einer Windenergieanlage bestimmt in hohem Maße ihre Gesamtverfügbarkeit am Netz. Der Anfinantriebsstrang als Kernkomponente einer Gondel ist das hochbeanspruchte Bindeglied zwischen strömungsmechanischer Energiewandlung durch das Rotorsystem und Elektromechanischer Energiewandlung auf der Netzseite. Aussagefähige Prüffeldtests sollen Herstellern die Möglichkeit eröffnen, Triebstrang, Generator, Umrichter und Regelkonzepte zu optimieren und weiterzuentwickeln. Auch der Einsatz neuer Werkstoffe für den Elektromaschinenbau kann dadurch neue Impulse erhalten.

Die technischen Anforderungen an den Prüfstand wurden bereits definiert. Bei der Prüfung der Netzeigenschaften von Windenergieanlagen können bereits kurzfristig große Potenziale erschlossen werden. Mittelfristig ist auch die Entwicklung und Validierung von Prüf- und Zertifizierungsmethoden ein Ziel, dass das Fraunhofer IWES zusammen mit seinen Partnern in dem neuen Prüfstand realisieren will. Wir planen, einen Großteil der notwendigen Zertifizierungen ins Labor zu verlagern, avisiert Dr. Jan Wenske, Leiter DyNaLab und Abteilungs-leiter Antriebsstrang am Fraunhofer IWES. Dadurch können die Prozesse spürbar beschleunigt werden. Weitere Informationen: http://www.iwes.fraunhofer.de
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