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Wissenschaftsrat: Elektro- und Informationstechnik in Deutschland - ein leistungsstarkes Fach

15.06.2011 - (idw) Wissenschaftsrat

Forschungsrating belegt hohe Forschungsqualität

Die Elektro- und Informationstechnik an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland überzeugt mit hoher Forschungsqualität. Das ist der Tenor des ersten Forschungsratings in einem technikwissenschaftlichen Fach. Ein breites Fundament guter bis sehr guter Forschungsleistungen zusammen mit einer herausragenden Spitzenforschung macht das überzeugende Leistungsniveau aus. In allen untersuchten Teilbereichen der Elektro- und Informationstechnik gibt es sehr gute bis herausragende Forschung. Bemerkenswert ist die Drittmittelstärke der Elektro- und Informationstechnik. Zwischen 2004 und 2008 haben die teilnehmenden 47 Einrichtungen nahezu zwei Milliarden Euro an Drittmitteln verausgabt, die knapp zur Hälfte von Unternehmen und zu einem Viertel von Bund und Ländern stammen.

Das vom Wissenschaftsrat entwickelte Forschungsrating ermöglicht eine differenzierte Betrachtung des Fachs, wie die Pilotstudie nach den beiden Fächern Chemie und Soziologie zum dritten Mal unter Beweis stellt. Die Profile der universitären und außeruniversitären Forschung sind deutlich erkennbar. Den 31 Universitäten, die den Hauptanteil der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung in der deutschen Elektro- und Informationstechnik tragen, wird auf diesem Gebiet eine mehr als gute Arbeit bescheinigt. Eine Stärke der außeruniversitären Forschung liegt im Transfer ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse. So spielen insbesondere die Drittmittel von Unternehmen im Portfolio der 16 außeruniversitären Einrichtungen eine zentrale Rolle. Immerhin werden nahezu drei Viertel der von Unternehmen stammenden Drittmittel hier verausgabt. Die Zahlen, so der Vorsitzende der Bewertungsgruppe Professor Thomas Geßner, belegen zum einen eindrucksvoll die engen Kontakte der wissenschaftlichen Forschung mit der Industrie. Zum anderen wird deutlich, dass die Drittmittel ein wichtiges Finanzierungsinstrument der außeruniversitären Forschung darstellen. Für die universitäre Forschung in der Elektro- und Informationstechnik haben demgegenüber die Drittmittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die für die freie Grundlagenforschung vergeben werden, einen hohen Stellenwert. Weit über 90 Prozent der von der DFG stammenden Mittel werden von den Universitäten verausgabt.

Die Differenzierung nach vier Teilbereichen der Elektro- und Informationstechnik bei der Bewertung der Forschungsqualität ist ein Novum, erklärte Professor Reinhard Hüttl, Vorsitzender der für die gesamte Pilotstudie verantwortlichen Steuerungsgruppe des Wissenschaftsrates. Damit konnte eine zentrale Empfehlung des Wissenschaftsrates zur Weiterentwicklung des Forschungsratings umgesetzt und die Vergleichbarkeit der Bewertungsgrundlage erhöht werden.

Nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrates vom Mai 2008 wird das Forschungsrating zurzeit auch in einem geisteswissenschaftlichen Fach erprobt. Ausgewählt wurde hierfür die Anglistik/Amerikanistik. Die Bewertungsgruppe hat ihre Arbeit Anfang dieses Jahres aufgenommen und wird Ende 2012 ihre Ergebnisse vorlegen. Weitere Informationen: http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/pm_1811.pdf - Pressemitteilung http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/1372-11_Ergebnisse_ETIT.pdf - Ergebnisse des Forschungsratings Elektrotechnik und Informationstechnik http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/1328-11_Ergebnisdarstellungen.pdf - Einzelergebnisse der Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen

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