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Forscherluft schnuppern20.06.2011 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft
Solarzellen, Bionik und Materialien aus Hanf in den dreitägigen Umwelt-Talent-Schools in Oberhausen, Halle (Saale) und Freiburg erhalten Schüler-innen und Schüler Einblicke in die Umwelt-, Natur- und Klimaschutzforschung. Sie können ihr Interesse an Wissenschaft und Technik vertiefen und die Forscher in ihrem Arbeitsumfeld hautnah erleben.
Wie wandelt eine Solarzelle Licht in Strom um? Überstehen neue Materialien aus Hanf, Harz oder Holz einen Crashtest? Wie kann man Meisterleistungen der Natur für neue Technologien nutzen? Diesen Fragen können Jugendliche aus der 9. bis 12. Klasse im Herbst in der Umwelt-Talent-School auf den Grund gehen: Forscher der Fraunhofer-Institute in Freiburg, Halle (Saale) und Oberhausen geben einen Einblick in Projekte aus dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, erklären die Grundlagen und helfen beim Basteln und Schrauben etwa beim Bau einer Solarzelle.
Die Umwelt-Talent-Schools sind die ersten von insgesamt neun Veranstaltungen, die Fraunhofer gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) über einen Zeitraum von drei Jahren anbietet. Das Projekt wird von der DBU kofinanziert. »Wir wollen mit der Umwelt-Talent-School den Teilnehmenden aktuelle Verfahren der angewandten Forschung aufzeigen, die der zunehmenden Gefährdung der Umwelt entgegenwirken. Ich hoffe, wir können junge Schülerinnen und Schüler in diesem Sinne begeistern und für die Forschung gewinnen«, sagt Michael Vogel, Abteilungsleiter Personalentwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft.
Naturwissenschaftlich interesseirte Jugendliche begeistern
Der DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde ergänzt: »Hier kann es gelingen, besonders naturwissenschaftlich interessierte und vorgebildete Jugendliche darauf aufmerksam zu machen, dass gerade aktuelle Umweltthemen interessante Fragestellungen liefern. Im Hinblick auf einen erleichterten Übergang zwischen Schule und Beruf ist es daher sehr zu begrüßen, dass die Fraunhofer-Institute ähnlich wie Schülerlabore den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, zusammen mit Wissenschaftlern an aktuellen Themen zu arbeiten, die dortigen Labore zu nutzen und so einen Einblick in aktuelle Umweltforschung und wissenschaftliche Arbeitsweisen zu erhalten.«
Solarzellen bauen in Freiburg
Die Talent-Schools widmen sich verschiedenen Themen: In Freiburg werden sich die teilnehmenden Jugendlichen vom 2. bis 4. November am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit Solarzellen beschäftigen. Auf Dach- und Bodenflächen angebracht, erzeugen die kleinen Kraftwerke Strom aus Sonnenlicht und bieten damit eine vielversprechende Alternative zu fossilen Brennstoffen. In drei verschiedenen Arbeitsgruppen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Funktionsweise von Solarzellen sowie verschiedene Technologien kennen, schauen Labore an und bauen selbst eine Solarzelle.
Neue Materialien testen in Halle
Ebenfalls um Solarenergie geht es in einem Workshop in Halle am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM vom 17. bis 19. November. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler einen »Rund-um-Einblick« in die Photovoltaik. In einem zweiten Workshop können sie Verbundwerkstoffe genauer unter die Lupe nehmen: Diese bestehen zum Teil aus Holz, Harz oder Hanf und werden in Flugzeugen, Fahrzeugen oder Möbelbau eingesetzt. Dennoch werfen diese recht neuen Materialien noch viele Fragen auf: Wie beständig sind die naturbasierten Werkstoffe gegen Hitze und Kälte? Halten die Materialien beispielsweise einem Crashtest stand? Im Workshop wird der gesamte Prozess gezeigt von der Konzeption und Herstellung bis zur Zerstörungsprüfung eines Bauteils aus faserverstärkten Bioharzen.
Bionik, Biotreibstoffe oder Biomasse sind die Themen in Oberhausen
Zwischen drei verschiedenen Workshops können die Teilnehmer bei der Umwelt-Talent-School in Oberhausen wählen, die vom 3. bis 5. November am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT stattfindet. Im Workshop »Bionik« erfahren die Teilnehmenden mehr über »Erfindungen« der Natur und über Möglichkeiten, diese in Technologien umzusetzen. Sie sammeln biologische Vorbilder, analysieren diese in Vorversuchen und entwickeln daraus eigene Ideen. Ein weiterer Kurs widmet sich dem Thema »Biotreibstoffe«: Welche Technologien gibt es, flüssige und gasförmige Biotreibstoffe zu gewinnen? Die Jugendlichen besichtigen eine Produktionsanlage und erhalten Einblick in die verschiedenen Aspekte der aktuellen öffentlichen Diskussion über Biotreibstoffe. Im dritten Workshop vermitteln die Forscher den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie sich Energie aus Biomasse gewinnen läßt.
Kontakt:
Heike Koos
Telefon +49 89 1205-2118
heike.koos@zv.fraunhofer.de
Fraunhofer-Gesellschaft
Hansastrasse 27c, 80686 München
Weitere Informationen:
http://www.ise.fraunhofer.de/umwelt-talent-school
http://www.iwm.fraunhofer.de/umwelt-talentschool
http://www.umsicht.fraunhofer.de/umwelt-talent-school
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