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Kulturwissenschaft konsequent transdisziplinär studieren

21.06.2011 - (idw) Universität Koblenz-Landau

Noch bis zum 15. Juli läuft die Bewerbungsphase für die kulturwissenschaftlichen Studiengänge auf dem Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau. Der Bachelor-Studiengang wurde bereits 2008 eröffnet, der viersemestrige Master-Studiengang Kulturwissenschaft wird erstmals zum Wintersemester 2011/12 angeboten. Für ein Studium der Kulturwissenschaft in Koblenz hat sich auch Fußballnationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi entschieden. (Interwiev am Ende der Mitteilung)

Der Bachelor-Studiengang ist geprägt durch seine außergewöhnliche transdisziplinäre Ausrichtung, getreu dem Motto Elf Fächer ein Konzept, und seine starke Praxis- und Berufsorientierung, zum Beispiel im Bereich Medienpraxis oder Kulturmanagement. Hier werden nach einer Einführung in Theorien und Methoden der Kulturwissenschaft gesellschaftlich relevante Themen wie Religion, Globalisierung, Migration, Interkulturalität, Medien- und Sprachkultur, Wissenskultur, Ästhetik, Unternehmenskultur und vieles mehr behandelt. Im Ergebnis erwerben die Studierenden vielseitige Kompetenzen, die in einer zunehmend globalisierten Welt gefragter denn je sind.

Das bundesweit einzigartige Profil des neuen forschungsorientierten Masters, der einem Graduiertenkolleg auf Master-Niveau ähnelt, ergibt sich vor allem aus drei Komponenten: dem innovativen Themenangebot, der konsequenten Transdisziplinarität sowie einem ausgeklügelten Betreuungssystem. Vier Schwerpunkte stehen den Studierenden zur Auswahl: Kultur & Komplexität mit Themen wie Globalisierung, Multireligiosität oder Visuelle Anthropologie, Vielfalt der Wissensformen, zum Beispiel Wandel und Systematik des gesellschaftlichen Wissens, Internationalität & Transkulturalität der Medien (Mediensysteme, -formate und -kulturen im Vergleich) sowie Ästhetik der Gegenwartskultur in Philosophie, Bildender Kunst, Musik und Literatur. Flankiert werden diese Schwerpunkte durch gemeinsame Veranstaltungen zur Allgemeinen Kulturwissenschaft, ein Modul zur Forschungspraxis und die Beteiligung an einem übergreifenden Forschungsprojekt, das Schritt für Schritt von Lehrenden und Studierenden entwickelt wird.

Der Master ist offen für Absolventinnen und Absolventen unterschiedlichster Fächer, der Überzeugung folgend, dass Kulturwissenschaft nur im Zusammenspiel verschiedenster Perspektiven betrieben werden kann. Voraussetzung für die Zulassung ist eine aussagekräftige Beschreibung des eigenen Forschungsvorhabens (Masterarbeit). Konsequente Transdisziplinarität bestimmt auch das Lehrangebot: Elf kulturwissenschaftliche Disziplinen mit den Kernfächern Ethnologie, Medienwissenschaft und Philosophie sind wie schon im Koblenzer Bachelor-Studiengang in einem integrativen Konzept vereint.

Das für einen Master neuartige Lehr- und Betreuungskonzept ist geprägt durch Seminare und Projektarbeit in Kleingruppen, Team-Teaching in Workshops und einem großen Anteil an eigenverantwortlichem Selbststudium mit der gleichzeitigen Option zur intensiven Beratung (Mentoring). Studierende und Lehrende arbeiten nicht nur in ihren spezifischen Schwerpunkten, sondern von Anfang an gemeinsam und aus unterschiedlichsten Perspektiven an einem Forschungsprojekt mit dem Rahmenthema Pluralität der Wissensformen. Die fundierte Vermittlung moderner Theorien und Methoden wird flankiert durch reichhaltige und berufsqualifizierende Forschungs- und Medienpraxis, unter anderem durch externe Forschungsaufenthalte, Tagungsorganisation wie auch Film-, Audio- und Onlineproduktion im institutseigenen Multimedialabor.

Aktuelle und ausführliche Informationen zum Aufbau der Studiengänge, zu den Schwerpunkten und zum Bewerbungsverfahren sind auf der Internetseite des Instituts veröffentlicht: http://kulturwissenschaft.uni-koblenz.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael Klemm
Institut für Kulturwissenschaft
Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz
Tel.: 0261 / 287-2193
E-mail: klemm@uni-koblenz.de

Fußball und Kulturwissenschaft
Nationalspielerin Célia Okoyino da Mbabi auch als Studentin der Universität in Koblenz erfolgreich

Sie ist hübsch, dynamisch und vielseitig engagiert: Célia Okoyino da Mbabi, Mittelfeldspielerin in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, studiert neben ihrer sportlichen Karriere Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau. Die 23-jährige Bonnerin französisch-kamerunischer Herkunft, die seit ihrem vierten Lebensjahr den Ball kickt und seit 2004 in der Frauen-Elf des Deutschen Fußballbunds spielt, erzählt, was sie an der Kulturwissenschaft in Koblenz so attraktiv findet:

Célia Okoyino da Mbabi: Ich habe eine Ausbildung zur Kauffrau der Marketing-Kommunikation gemacht und wollte dann etwas machen, was ich damit inhaltlich verbinden kann und was persönlich wirklich anspricht: was Kultur ausmacht, wie sie entsteht, welche Auswirkungen für den Menschen, für die ganze Umwelt hat. Das gesamte interdisziplinäre Konzept finde ich sehr spannend.

Was hat Sie bewogen, dieses Fach an der Universität in Koblenz zu studieren?

Célia Okoyino da Mbabi: Das Konzept des Kulturwissenschafts-Studiums wird in dieser Form ausschließlich in Koblenz angeboten. Ich hatte großes Glück, dass ich meinen Verein in der Nähe von Koblenz habe und dieses Konzept in Koblenz studieren kann. Wir haben ja morgens Training, abends Training, zwischendurch gehe ich in die Uni. Am Wochenende spielen wir, der Tag ist also ziemlich vollgepackt.


Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Célia Okoyino da Mbabi: Zunächst will ich mein Bachelor-Studium zu Ende bringen und dann mache ich mir natürlich auch Gedanken über den Master. Sportlich konzentriere ich mich auf die Weltmeisterschaft die im eigenen Land, die in ein paar Monaten beginnt. Beruflich interessiere ich mich tendenziell für die Bereiche Medien und Kommunikation, ich habe ja schon eine Ausbildung gemacht als Kauffrau der Marketing-Kommunikation. Vielleicht ließe sich der Berufswunsch mit dem Fußball verbinden. Weitere Informationen: http://kulturwissenschaft.uni-koblenz.de
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