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Hochkarätige Referenten zur EXIST-Tagung an der Hochschule Harz

27.06.2011 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Kürzlich lud die Hochschule Harz mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter aller deutschen Fachhochschulen zu einer zweitägigen EXIST-Tagung der Gründungsinitiative westfälischer Fachhochschulen auf den Wernigeröder Hochschulcampus ein. Ziel war es, im Rahmen von Expertenvorträgen, Diskussionsrunden und einer offenen Plenumsrunde einen Austausch über die Entwicklungen, Trends und Best Practice-Ansätze für eine professionelle Gründungsunterstützung an Fachhochschulen zu initiieren. Das Förderprogramm EXIST möchte das Gründungsklima verbessern und den Unternehmergeist an Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutschlands fördern, erklärte Prof. Dr. Folker Roland, Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung und Qualität an der Hochschule Harz. Ebenso soll die Zahl Technologie-orientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen gesteigert werden.

Es ist von großem Mehrwert, sich im Rahmen der heutigen EXIST-Tagung mit Vertretern von Fachhochschulen auszutauschen, welche die Möglichkeiten und die Herausforderungen von Existenzgründungsaktivitäten in diesem Kontext kennen, sagte Dipl.-Kfm. Martin Kalis, Gründungscoach des Bielefelder Instituts für Unternehmensgründung (BIfU). Die Experten einigten sich darüber, dass Fachhochschulen ein stärkeres Engagement in Bezug auf Existenzgründungsaktivitäten aufbauen und diese transparenter nach außen kommunizieren müssen. Fachhochschulen haben hinsichtlich der Förderung von Existenzgründungen eine besondere Ausgangssituation mit Stärken und Schwächen. Es sind spezifische Strukturen, Instrumente und Maßnahmen der Förderung von Existenzgründungen an Fachhochschulen erforderlich, fasste Prof. Dr. Jutta Müller, Vertretungsprofessorin für Schlüsselkompetenzen und Coaching an der Hochschule Harz, zusammen. Dieser Situation werden aktuelle Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen auf Bundes- und Landesebene noch nicht hinreichend gerecht.

Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung von Fachhochschulen sowie den Ansprechpartnern auf Bundes- und Landesebene, um gewachsene Strukturen zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hierbei wird eine angemessene Vertretung der Fachhochschulen bei der Entwicklung passgenauer Instrumente benötigt. Zudem ist der Erfolg einer Gründungsberatung zukünftig nicht mehr allein an der Anzahl der Ausgründungen und damit anhand rein quantitativer Daten zu messen. Vielmehr muss die Sensibilisierung für zahlreiche Gründungsthemen in den Vordergrund rücken. Auch die Entscheidung nach einem Gespräch mit der Gründungsberatung, nicht zu gründen, ist ein Gewinn, betonte Dipl.-Geogr. Raimond Filges, Leiter der Transferstelle der Fachhochschule Dortmund und Projektkoordinator der Gründungsinitiative westfälischer Fachhochschulen.

Die Ausrichtung der EXIST-Tagung mit dem primären Fokus auf Fachhochschulen kann als Pilotprojekt verstanden werden, welches sich als wegweisend erwiesen hat und daher fortgeführt werden soll. Wir haben einen Stein ins Rollen gebracht, den es weiter voranzutreiben gilt, so Prof. Dr. Thomas Plümer, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Logistik an der Fachhochschule Bielefeld und wissenschaftlicher Leiter des BIfU.

EXIST ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und Bestandteil der Hightech-Strategie für Deutschland der Bundesregierung. EXIST wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert.
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