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Bilanz der VolkswagenStiftung für das Jahr 2010: über 111 Millionen Euro für die Wissenschaft

01.07.2011 - (idw) VolkswagenStiftung

Deutschlands größte private Förderstiftung legt Jahresbericht 2010 vor Fördersumme steigt gegenüber 2009 um zehn Millionen Euro Exakt 111,5 Millionen Euro hat die in Hannover ansässige VolkswagenStiftung im Jahr 2010 bewilligt, um herausragende Wissenschaftler und Vorhaben in Forschung und Lehre zu fördern. Aufgeteilt ist die Summe in "Allgemeine Fördermittel" (53,6 Millionen Euro), stiftungseigene Projekte und Veranstaltungen (eine Million Euro) sowie das "Niedersächsische Vorab" (56,9 Millionen Euro), also die Erträge aus Finanzanlagen des Landes, die von der VolkswagenStiftung als Fördermittel an wissenschaftliche Einrichtungen ausschließlich in Niedersachsen vergeben werden.

Im Bereich "Allgemeine Fördermittel" wurden 293 Anträge positiv beschieden, etwa 42 Prozent aller Einreichungen. Dabei entfielen rund 44 Prozent des Budgets (53,6 Millionen Euro) auf die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Auf Platz zwei folgen sowohl die Naturwissenschaften und die Mathematik als auch die Biowissenschaften einschließlich Medizin mit jeweils 26 Prozent. Auf Platz vier liegen die Ingenieurwissenschaften (zwei Prozent), der Rest entfiel auf Fächerkombinationen (ebenfalls zwei Prozent).

Richtet man den Blick auf die einzelnen Angebote der Stiftung, so dominierten bei den Fördermitteln im Jahr 2010 die "Lichtenberg-Professuren" (7,6 Mio. Euro), die "Evolutionsbiologie" (6,4 Mio. Euro), die "Makroskopischen Systeme" (5,7 Mio. Euro), die "Schumpeter-Fellowships" (4,9 Mio. Euro) sowie das Angebot für die Region "Mittelasien/Kaukasus" (4,7 Mio. Euro). Nach Zahl der geförderten Vorhaben liegen die "Symposien und Sommerschulen" mit auch ein Rekordwert 47 Bewilligungen deutlich vorn. Gefolgt werden sie von der "Mittelasien/Kaukasus"-Initiative mit 29 Bewilligungen sowie den Initiativen zur "Evolutionsbiologie" und zum "sub-saharischen Afrika" mit je 25 Bewilligungen.

Neu auf den Weg gebracht wurde 2010 mit den Peter Paul Ewald-Fellowships eine Initiative, die explizit auf die Forschung mit Freie-Elektronen-Lasern zielt. Nähere Informationen dazu unter http://www.volkswagenstiftung.de/ewald-fellowships.

Mit 2,4 Milliarden Euro Stiftungskapital zählt die VolkswagenStiftung zu den größten Stiftungen in Europa und ist die größte private wissenschaftsfördernde Stiftung in Deutschland.


Fakten und Zahlen im Überblick

Im Jahr 2010 wurden 111,5 Millionen Euro bewilligt:
53,6 Millionen Euro Allgemeine Fördermittel,
56,9 Millionen Euro als Niedersächsisches Vorab und
1,0 Millionen Euro für stiftungseigene Projekte und Veranstaltungen

Allgemeine Fördermittel: 293 bewilligte Vorhaben
23,3 Millionen Euro für die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (159 Vorhaben),
14,1 Millionen Euro für die Naturwissenschaften und die Mathematik (58 Vorhaben),
13,9 Millionen Euro für die Biowissenschaften einschließlich Medizin (51 Vorhaben),
1,2 Millionen Euro für die Ingenieurwissenschaften (10 Vorhaben),
1,1 Millionen Euro für Fachgebietskombinationen (15 Vorhaben)

819 Anträge 190 mehr als im Vorjahr ! über eine Gesamtantragssumme von 205,7 Millionen Euro (2009: 160,8 Mio. Euro) wurden von der Stiftung geprüft.

Anzahl der bewilligten Vorhaben nach Empfängergruppen:
188 erfolgreiche Anträge kamen von wissenschaftlichen Hochschulen und
81 von anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, jeweils in Deutschland;
24 wurden von wissenschaftlichen Einrichtungen im Ausland eingereicht.

Im Jahr 2010 wurden zugunsten wissenschaftlicher Einrichtungen im

Ausland 85 Projekte mit 6,3 Millionen Euro bewilligt.

Von 1962 (Arbeitsaufnahme der Stiftung) bis Ende 2010 wurden 29.615 wissenschaftliche Projekte mit rund 3,8 Milliarden Euro gefördert.

Die VolkswagenStiftung wird damit in ihrem Jubiläumsjahr 2012 ihr dreißigtausendstes Vorhaben bewilligen und voraussichtlich eine Gesamtfördersumme seit dem Jahr 1962 von vier Milliarden Euro erreichen.

Diese Presseinformation sowie Grafiken stehen im Internet zur Verfügung unter: http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20110701.
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