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DGPPN Kongress 2011: Personalisierte Psychiatrie und Psychotherapie

06.07.2011 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) lädt erneut zu ihrer Jahrestagung von Mittwoch, den 23. November, bis Samstag, den 26. November 2011, ins Internationale Congress Centrum nach Berlin ein. Mit mehr als 10.000 erwarteten Teilnehmern ist der Kongress inzwischen die größte Fachtagung für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurowissenschaften in Europa. Die mehr als 500 Einzelveranstaltungen stehen unter dem Motto Personalisierte Psychiatrie und Psychotherapie. Die Diagnostik und Therapie von psychischen Erkrankungen sowie Fragen der seelischen Gesundheit stehen im Mittelpunkt, wenn die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) Ende November wieder zu ihrer Jahrestagung nach Berlin einlädt. Mit dem Leitthema Personalisierte Psychiatrie und Psychotherapie haben wir uns ein brandaktuelles Thema ausgesucht. Derzeit wird viel in der Gesellschaft über personalisierte Medizin diskutiert. Leider verkommt der Begriff dabei oftmals zur Leerformel. Wir wollen den Begriff mit Leben füllen und fragen, was personalisierte Medizin für unser Fachgebiet bedeutet. Was bringen individuelle Diagnose- und Behandlungskonzepte für unsere Patienten? Kann sich unser Gesundheitssystem das überhaupt leisten?, so DGPPN-Präsident Peter Falkai, Göttingen.

Die unterschiedlichen Aspekte der sogenannten personalisierten Medizin werden an drei Thementagen näher beleuchtet. Der erste Thementag steht im Zeichen der personalisierten Diagnostik. Am Beispiel der Demenzen, Psychosen und Suchterkrankungen geht es um die Frage, ob man mit Biomarkern im Einzelfall in der Lage ist, psychische Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Während der zweite Thementag der personalisierten Therapie gewidmet ist, rückt der dritte Thementag die therapeutisch Tätigen selbst in den Blickpunkt. Zentrale Aspekte sind beispielsweise das Burn-Out-Syndrom bei Ärzten und Pflegepersonal sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Besucher des DGPPN-Kongresses können in diesem Jahr auch über die Thementage hinaus wieder die Vielfalt unseres Faches erleben. Neben neuester Ergebnisse der biologisch-psychiatrischen Forschung, facettenreichen Möglichkeiten der Forschungsförderung, philosophischen Debatten sowie historischen Auseinandersetzungen widmen wir uns in diesem Jahr auch versorgungspolitischen Fragestellungen, sagt DGPPN-Präsident Peter Falkai. So stellten der andauernde Ärztemangel und die damit wachsenden Versorgungslücken wie auch die Einführung eines neuen Entgeltsystems und die damit verbundenen befürchteten personellen und finanziellen Veränderungen das Fach vor große Herausforderungen.

Die DGPPN erwartet wieder weit mehr als 10.000 Teilnehmer. Im Kongressprogramm sind über 500 Einzelveranstaltungen vorgesehen. Ein Video-Live-Interview mit Nobelpreisträger Professor Eric Kandel und ein Diskussionsforum mit Günter Wallraff zu seinen Erfahrungen in der Psychiatrie zählen zu den Höhepunkten des diesjährigen Kongresses. Auch die österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Psychiatrie und Psychotherapie beteiligen sich wieder und nehmen aktiv an Organisation und inhaltlicher Gestaltung dieses Kongresses teil, der inzwischen in Europa zur größten wissenschaftlichen Tagung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen geworden ist. Die DGPPN als Veranstalter trägt dieser Entwicklung Rechnung und hat bereits vor zwei Jahren einen internationalen Track in englischer Sprache eingeführt. Dadurch soll der Kongress für internationale Besucher noch attraktiver werden. Neben dem wissenschaftlichen Programm sowie dem Programm der Fort- und Weiterbildungsakademie hat die DGPPN eine Reihe von Angeboten vorgesehen, die sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen richten.


Information und Anmeldung zum Kongress:
CPO HANSER SERVICE GmbH, Paulsborner Str. 44, 14193 Berlin
Tel. 030/300 6690, Fax: 030/300 66950,
Email: dgppn2011@cpo-hanser.de sowie im Internet: http://www.dgppn.de/dgppn-kongress2011.html

Presseanfragen:
DGPPN Hauptgeschäftsstelle Berlin-Mitte,
Tel. 030/2404 772-11, Fax 030/2404 772-29,
E-Mail: n.siller@dgppn.de sowie im Internet: http://www.dgppn.de
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