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An-Institut für Bildungsforschung und Bildungsrecht: Auftaktsymposium an der RUB

07.07.2011 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Auch zehn Jahre nach der ersten PISA-Studie belegen empirische Untersuchungen, dass Schülerinnen und Schüler mit bestimmter sozialer Herkunft und mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen im deutschen Schulsystem benachteiligt sind. Darüber diskutieren die Teilnehmer der Tagung Selektion und Gerechtigkeit in der Schule am 15. Juli an der Ruhr-Universität Bochum. Die Veranstaltung ist das Auftaktsymposium des Instituts für Bildungsforschung und Bildungsrecht (IfBB) als neues An-Institut der RUB. Ungerechtigkeit im deutschen Schulsystem
Bildungsforschung und Bildungsrecht: Neues An-Institut
Auftaktsymposium an der Ruhr-Universität Bochum

Auch zehn Jahre nach der ersten PISA-Studie belegen empirische Untersuchungen, dass Schülerinnen und Schüler mit bestimmter sozialer Herkunft und mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen im deutschen Schulsystem benachteiligt sind. Darüber diskutieren die Teilnehmer der Tagung Selektion und Gerechtigkeit in der Schule am 15. Juli an der Ruhr-Universität Bochum. Die Veranstaltung ist das Auftaktsymposium des Instituts für Bildungsforschung und Bildungsrecht (IfBB) als neues An-Institut der RUB. Das Programm beginnt um 10 Uhr im Veranstaltungszentrum der RUB (Mensagebäude, Saal 2a). Um 16 Uhr findet eine offene Podiumsdiskussion statt, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind.

Programm im Internet

Das Programm und weitere Informationen finden sich im Internet unter:
http://www.institut-ifbb.de/

Selektion hat positive und negative Seiten

Die im internationalen Vergleich hohe soziale Selektivität im deutschen Schulsystem steht im Widerspruch zu der in Deutschland allgemein geforderten Chancengleichheit. Nicht jede Form der Unterscheidung in der Schule ist jedoch gleichbedeutend mit Benachteiligung. Eine Aufteilung der Schüler kann, wie etwa im Fall von Förderunterricht, auch zur Chancengleichheit beitragen. Eine Trennung wird hingegen kontrovers diskutiert, wenn es um die Frage geht, ob Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen in separaten Klassen unterrichtet werden sollen. Dieses ambivalente Verhältnis zwischen Selektion und Gerechtigkeit steht schon lange im Zentrum des bildungspolitischen Interesses. Experten erläutern es während des Symposiums von verschiedenen Standpunkten aus. Vertreter aus Wissenschaft, Schulpolitik, Schulverwaltung, Schulpraxis und Schulverbänden sowie Schüler und Eltern sollen ins Gespräch kommen.

Vielseitige Vorträge

Mit der Gemeinschaftsschule als Instrument des Ausgleichs sozialer und ethnischer Benachteiligungen befasst sich Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW. Anke Pörsken (Hamburg) stellt die UN-Behindertenrechtskonvention vor, berichtet über den Stand ihrer Umsetzung in Deutschland und nimmt unter Einbeziehung praktischer Erfahrungen auch erste Bewertungen vor. Außerdem spricht Prof. Dr. Ralf Poscher (Freiburg) über das Menschenrecht auf Bildung im Völkerrecht im Hinblick auf die staatlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland zur Verwirklichung von Chancengleichheit in der Schule. Weitere Vorträge geben einen Überblick über den empirischen Forschungsstand zur Entscheidungssituation beim Übergang zur Sekundarstufe (Prof. Dr. Gabriele Bellenberg, RUB) und beleuchten die Verfassungsmäßigkeit der Regelungen zur verbindlichen Schulempfehlung, die in den Ländern teils sehr unterschiedlich sind (Prof. Dr. Wolfram Cremer, IfBB).

Das Institut für Bildungsforschung und Bildungsrecht

Das Institut für Bildungsforschung und Bildungsrecht e.V. (IfBB) wurde 1996 von Verbänden der Schulen in freier Trägerschaft gegründet und widmet sich seitdem in wissenschaftlichen Publikationen und Veranstaltungen den Fragen eines freien Schulwesens sowie nunmehr verstärkt auch den Belangen des gesamten Bildungswesens. Unterstützt wird das IfBB von einem wissenschaftlichen Beirat, der sich während des Symposiums unter Vorsitz von Prof. Dr. Hans-Peter Füssel, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) Berlin, konstituiert. Das IfBB ist seit November 2010 neues An-Institut der Ruhr-Universität Bochum. Der Anerkennung als wissenschaftliches An-Institut ist eine mehrjährige Kooperation mit dem Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Europarecht (Prof. Dr. Wolfram Cremer) vorausgegangen.


Weitere Informationen

Marc Wandersleben, Geschäftsführender Vorstand des Instituts für Bildungsforschung und Bildungsrecht e.V., An-Institut der Ruhr-Universität, Tel. 0511/26091821

Prof. Dr. Wolfram Cremer, Lehrstuhl Öffentliches Recht und Europarecht der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-28818

info@Institut-IfBB.de

Angeklickt

Institut für Bildungsforschung und Bildungsrecht
http://www.institut-ifbb.de/

Redaktion: Dr. Julia Weiler
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