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Sonderforschungsbereich für die TU Ilmenau

31.05.2002 - (idw) Technische Universität Ilmenau

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den ersten Sonderforschungsbereich (SFB) für die Technische Universität Ilmenau beschlossen. Insgesamt fließen in den nächsten drei Jahren rund 4 Millionen Euro in den SFB "Nanopositionier- und Nanomessmaschinen".

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat den ersten Sonderforschungsbereich (SFB) für die Technische Universität Ilmenau beschlossen. Insgesamt fließen in den nächsten drei Jahren rund 4 Millionen Euro in den SFB "Nanopositionier- und Nanomessmaschinen".

Mit der Einrichtung von Sonderforschungsbereichen werden besonders zukunftsträchtige Forschungsprojekte gefördert, die von maßgeblicher Bedeutung für langfristige Entwicklungslinien und somit den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland sind.

Gegenstand des SFB "Nanopositionier- und Nanomessmaschinen" ist der Entwurf und die Realisierung von technologischen Ausrüstungen, die die Positionierung, Messung, Antastung, Bear-beitung und Manipulation von Objekten mit Nanometerpräzision (ein Nanometer = ein Millionstel Millimeter) ermöglichen. Dabei handelt es sich um international bisher ungelöste Aufgaben-stellungen, die von immenser Bedeutung für die Entwicklung von Hochtechnologien in den nächsten fünf bis zehn Jahren sind. Die Einsatzgebiete der Nanopositionier- und Nanomesstechnik reichen von der Gentechnik über die Entwicklung und Analyse neuer Werkstoffe bis hin zur 3D-Präzisionsmessung von Kleinteilen wie Mikolinsen, Mikrobänken, Präzisionsformen und mechanischen Präzisionsteilen.

In die Forschungen im Rahmen des SFB "Nanopositionier- und Nanomessmaschinen" sind rund 30 Wissenschaftler aus 14 Fachgebieten und vier Fakultäten der TU Ilmenau eingebunden. Spre-cher und Initiator des SFB ist der Leiter des Instituts für Prozessmess- und Sensortechnik (PMS), Professor Gerd Jäger. Das Institut PMS verfügt über die Kompetenz von 20 Jahren Forschungsar-beit auf internationalem Spitzenniveau auf dem Gebiet der Messtechnik und legte somit die Basis für die positive Begutachtung durch die Jury, die sich aus führenden Wissenschaftlern ganz Deutschlands zusammensetzt.

Die Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dagmar Schipanski, gratulierte heute vormittag persönlich den Kolleginnen und Kollegen bei einem Besuch an der TU Ilmenau. Mit der Entscheidung der DFG werde nicht nur die hohe wissenschaftliche Leistung der TU anerkannt, sondern auch die gute Ausstattung, die das Land in den vergangenen zehn Jahren geschaffen habe. "Mein Glückwunsch gilt neben den beteiligten Wissenschaftlern besonders Herrn Professor Gerd Jäger, der in unermüdlicher intensiver Tätigkeit die Erarbeitung des Konzeptes vorangetrieben und ein schlagkräftiges Team geformt hat", so die Ministerin. "Die Technische Universität Ilmenau beweist damit einmal mehr, dass sie nicht nur deutschlandweit anerkannte Lehrleistungen, sondern auch international anerkannte Forschungsleistungen erbringt.
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