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Digitales Archiv für geisteswissenschaftliche For-schung an der Universität Tübingen gefördert

27.07.2011 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Infrastrukturprojekt CLARIN-D erhält 8,5 Millionen Euro Förderung vom BMBF Das von Professor Dr. Erhard Hinrichs vom Seminar für Sprachwissenschaften der Universität Tübingen geleitete Infrastrukturprojekt CLARIN-D wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 8,5 Millionen Euro gefördert. CLARIN (Common Language Resources and Technology Infrastructure) hat zum Ziel, eine gesamteuropäische Infrastruktur für Sprachressourcen aufzubauen, digitale Recherche in großen Datenbeständen auch in den Philologien zu erleichtern und damit wesentlich zur Leistungsfähigkeit der Geisteswissenschaften beizutragen. CLARIN-D ist der deutsche Beitrag zu diesem europäischen Verbundobjekt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert CLARIN-D für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren. Unter der Federführung der Universität Tübingen und Projektkoordinator Professor Hinrichs beteiligen sich acht Partner in Deutschland: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, das Institut für Deutsche Sprache, das Max-Planck-Institut für Psycholinguistik und die Universitäten Hamburg, Leipzig, München, des Saarlandes und Stuttgart. In den neun Zentren des deutschen Verbundes werden unter anderem große Mengen relevanter Text- und Sprachressourcen gepflegt und über das Internet für Forschungszwecke bereitgestellt. Sprachliche Daten zu großen virtuellen Sammlungen werden frei kombinierbar, um die Beantwortung ganz neuer Fragestellungen zu erlauben und webbasierte Software-Werkzeuge und Technologien für disziplinen- und institutionenübergreifende Zusammenarbeit werden verfügbar gemacht. Zudem unterstützt das Projekt Forscher aus allen geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen bei zunehmend komplexer werdenden Arbeitsabläufen.

Geistes- und Sozialwissenschaftler können vom Zugriff auf große digitale Datenmengen mit entsprechenden Analysemethoden und -werkzeugen und auf digitale Archive über Internetportale enorm profitieren. Auch bei der Dokumentation vom Aussterben bedrohter Sprachen spielen digitale Medien eine entscheidende Rolle: authentische Sprachaufnahmen, Textsammlungen, Artefakte und andere kulturell wertvolle Überlieferungen lassen sich so für nachfolgende Generationen auf Dauer bewahren. Im günstigsten Fall können sie einen wesentlichen Beitrag zur Revitalisierung von bedrohten Sprachen leisten.

Kontakt:
Professor Dr. Erhard Hinrichs
Universität Tübingen
Seminar für Sprachwissenschaft
Wilhelmstr. 19 72074 Tübingen
Telefon: +49 7071 29-75446
Telefax: +49 7071 29-5214
erhard.hinrichs[at]uni-tuebingen.de

Hochschulkommunikation Universität Tübingen:
Myriam Hönig
Leitung

Michael Seifert
Abteilung Presse, Forschungs-berichterstattung, Information
Telefon +49 7071 29-76789
Telefax +49 7071 29-5566
Michael.seifert@uni-tuebingen.de
www.uni-tuebingen.de/aktuell

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