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Uniklinikum Dresden: DFG-Forschergruppe untersucht die Entstehung von Knochenmetastasen

10.08.2011 - (idw) Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Die Erforschung molekularer Mechanismen bei der Entstehung von Knochenmetastasen steht im Zentrum einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligten DFG-Forschergruppe mit Arbeitsgruppen an den Universitäten Dresden, Kiel und Würzburg sowie am Helmholtz Zentrum München. Leiter der Forschergruppe ist der Knochen- und Hormon-Experte Prof. Dr. Lorenz C. Hofbauer von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Bei 50 bis 90 Prozent der Patienten mit bösartigen Tumoren entwickeln sich im Verlauf der Krankheit Knochenmetastasen. Knochenbrüche und starke Schmerzen sind eine häufige Folge für die Betroffenen. Da die molekularen Ursachen zur Entstehung von Knochenmetastasen bislang nicht hinreichend erforscht sind, gestaltet sich eine wirkungsvolle Therapie oft schwierig.

SKELMET Mesenchymale und osteogene Signalwege in der Knochenmetastasierung ist der Titel einer gerade bewilligten DFG-Forschergruppe, die die molekularen Signalwege zur Entstehung von Knochenmetastasen erforscht. Professor Hofbauer von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III ist Leiter des interdisziplinären Forschungsverbunds, der insgesamt sechs Projekte umfasst. Zwei dieser Projekte sind in Dresden, die weiteren an den Universitäten Kiel und Würzburg sowie am Helmholtz Zentrum München angesiedelt.

Ein Dresdner Projekt hat das Thema Interactions between the WNT and RANKL/OPG pathways in osteomimicry of breast and prostate cancer und wird von Prof. Hofbauer und der Naturwissenschaftlerin Dr. Susanne Füssel (Urologie) geleitet. Kno-chenmetastasen sind eine häufige Folge von Prostatakrebs. Die Entstehung von Knochenmetastasen gilt als komplexer Prozess mit molekularen, endokrinen und immunologischen Aspekten. Die Regulation von Knochenauf- und Knochenabbau ist seit langem ein Forschungsschwerpunkt von Prof. Hofbauer. Für das aktuelle Projekt zur Erforschung molekularer Mechanismen bei der Entstehung von Knochenmetastasen haben Hofbauer und sein Team Zugang zu einer klinisch gut charakterisierten Gewebebank mit Prostatakarzinomgewebe, die in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Urologie, dem Institut für Pathologie und dem UniversitätsKrebsCentrum am Dresdner Uniklinikum entstanden ist.

Beim zweiten Dresdner Projekt mit dem Titel Modulation of the hematopoietic stem cell niche by micrometastases, geleitet von den Stammzellforschern Prof. Dr. Martin Bornhäuser und Dr. Manja Wobus, geht es um die Erforschung der Biologie erwachsener hämatopoietischer, das bedeutet blutzellenbildender, sowie mesenchymaler Stammzellen. Mesenchymale Stammzellen können im Labor gut vermehrt werden und sind in der Lage, sich in viele verschiedene Gewebe auszudifferen-zieren. Der Projektschwerpunkt liegt bei der Erforschung der Interaktionen zwischen den hämatopoietischen Stammzellen und Mikrometastasen und der Frage, ob sich diese Nische artifiziell rekonstruieren lässt.

Die SKELMET-Forschergruppe ist eine von bundesweit acht neuen von der DFG geförderten Forschergruppen. Sie wird mit insgesamt rund 3 Millionen Euro finanziert. Mit derartigen Forschungsverbünden bietet die DFG exzellenten Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich aktuellen und drängenden Forschungsfragen zu widmen und diese mittelfristig auf ihre klinische Anwendung hin zu untersuchen. So hat die SKELMET-Forschergruppe das Ziel, durch die systematische Analyse des gesamten Prozesses der Knochenmetastasen-Bildung Wirkmechanismen detailliert aufzuklären und neue Ziel-Moleküle für eine spezifische und frühzeitigere Diagnose zu entdecken und verbesserte Therapien zur Behandlung von Knochenmetastasen zu entwickeln.


Kontakt:

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Technische Universität Dresden
Medizinische Klinik und Poliklinik III
Prof. Dr. med. Lorenz C. Hofbauer
Tel.: +49 0351 458 3173
Fax: +49 0351 458 4309
E-Mail: lorenz.hofbauer@uniklinikum-dresden.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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