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Gymnasiallehrer zu sein ist lukrativ

10.08.2011 - (idw) Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

Ausgabe 3/2011 der "Beiträge zur Hochschulforschung" erschienen

Lehrer zu werden ist aus finanzieller Perspektive durchaus attraktiv. Dies gilt insbesondere für teilzeitbeschäftigte Frauen, die auf dem privaten Arbeitsmarkt weniger verdienen und schlechtere Karrierechancen haben als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in den neuesten "Beiträgen zur Hochschulforschung" vorgestellt wird. Weitere Themen sind die Kosten eines Bachelorstudienplatzes, Kriterien für die Auswahl eines Masterstudiengangs und der Forschungsoutput von Professoren. Gymnasiallehrer erreichen vergleichsweise hohe Nettostundenlöhne, die nur von Informatikern, Chemikern und Wirtschaftswissenschaftlern in Vollzeitbeschäftigung übertroffen werden. Dagegen verdienen Mathematiker, Physiker, Geographen sowie Geistes- und Sozialwissenschaftler im Lehrerberuf mehr als Beschäftigte gleicher Fachrichtungen in anderen Tätigkeitsbereichen. Dies belegen Anne Mertens, Heinke Röbken und Kerstin Schneider in ihrem Artikel in der Ausgabe 3/2011 der "Beiträge zur Hochschulforschung".

Kurt Hafner und Stefanie Schmücker zeigen in ihrem Artikel am Beispiel der Ludwig-Maximilians-Universität München, dass die Kosten eines Bachelorstudienganges in der Betriebswirtschaftslehre über denen eines Diplomstudiengangs liegen. Sie werden vor allem durch die höhere Anzahl an seminaristischen Lehrveranstaltungen und damit durch den höheren Betreuungsaufwand verursacht. Die Berechnungen der beiden Autoren ergeben darüber hinaus, dass mit steigenden Wahl- und Spezialisierungsmöglichkeiten die Kosten eines Studienplatzes steigen.

Nach welchen Kriterien entscheiden sich Studierende für einen konkreten Masterstudiengang? Neben fachlichen Gesichtspunkten sind vor allem arbeitsmarktbezogene Gründe für die Wahl entscheidend. Wichtigste Informationsquelle hierfür ist das Internet. Bei der Wahl des Studienortes spielen Faktoren wie ein weit reichendes Semesterticket, keine anfallenden Studiengebühren und die Attraktivität der Stadt eine Rolle Dinge, die daher offen kommuniziert werden sollten, so die Autoren Svea Hasenberg, Lothar Schmidt-Atzert, Gerhard Stemmler und Günter Kohlhaas.

Um die Zahl der Publikationen von Wissenschaftlern vor und nach ihrer Berufung auf eine Professur sowie die Faktoren, die ihre Produktivität bestimmen, geht es in dem Artikel von Heinke Röbken. Nach ihren Analysen können Kandidaten, die vor ihrer Berufung einer forschungsstarken Fakultät angehörten, mehr in hochrangigen Zeitschriften veröffentlichte Beiträge vorweisen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie dauerhaft mehr publizieren als ihre Kollegen. Darüber hinaus arbeitet die Autorin heraus, dass ein positiver Zusammenhang zwischen einem förderlichen Forschungsumfeld in einer forschungsstarken Fakultät mit guter Infrastruktur und der Produktivität einzelner Wissenschaftler besteht.

Die Beiträge zur Hochschulforschung sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien und Überblicksartikel, die ein anonymes Peer Review-Verfahren durchlaufen haben.
Die Ausgabe 3/2011 kann entweder in gedruckter Form per E-Mail (sekretariat@ihf.bayern.de) beim IHF bestellt oder über die Homepage www.ihf.bayern.de als pdf-Datei herunter geladen werden. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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