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RUB-Studie: heute Neurodermitis, morgen Asthma

11.09.2003 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

40 Prozent aller Kinder mit Neurodermitis erkranken später auch an Asthma. Eine weltweite Studie untersucht diese typische Allergieentwicklung: Ziel ist, die Wirkung eines bestimmten Medikaments zur Asthmavorbeugung zu testen. Die Universitätskinderklinik der RUB nimmt an dieser Studie teil: Gesucht werden Kinder mit Neurodermitis im Alter von 12 bis 24 Monaten, die noch kein Asthma haben und deren Eltern oder Geschwister an Allergien oder Asthma leiden. Interessierte Eltern können sich unter der Telefonnummer 0800-2234222 an die ärztliche Studienzentrale wenden.

Bochum, 10.09.2003
Nr. 278


Heute Neurodermitis - morgen Asthma
Studie zur Vorbeugung von Asthma im Kindesalter
RUB-Kinderklinik sucht Kinder mit Neurodermitis


40 Prozent aller Kinder mit Neurodermitis erkranken später auch an Asthma. Eine weltweite Studie untersucht diese typische Allergieentwicklung: Ziel ist, die Wirkung eines bestimmten Medikaments zur Asthmavorbeugung zu testen. Die Universitätskinderklinik der Ruhr-Universität Bochum nimmt an dieser Studie teil. Die Bochumer Ärzte um PD Dr. Uwe Schauer suchen Kinder mit Neurodermitis im Alter von 12 bis 24 Monaten, die noch kein Asthma haben und deren Eltern oder Geschwister an Allergien oder Asthma leiden. Interessierte Eltern können sich unter der Telefonnummer 0800-2234222 an die ärztliche Studienzentrale wenden.

Ursachen des "Asthma bronchiale"

"Asthma bronchiale" ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, die sich bereits in den ersten Lebensjahren entwickeln kann. Während 20 bis 40 Prozent der betroffenen Kinder später wieder beschwerdefrei werden, verläuft die Erkrankung bei 20 bis 60 Prozent chronisch. Häufigste Ursachen des Asthma bronchiale sind Allergien. Andere Ursachen können Infekte, körperliche Anstrengung sowie eine erbliche Veranlagung sein. Das Risiko bei Kleinkindern, ein Asthma zu entwickeln, wird wesentlich mitbestimmt durch Atopien (Allergien / Asthma) in der Familie.

Neurodermitis und Asthma

40 Prozent aller Kinder, die bereits im Säuglingsalter an Neurodermitis leiden, entwickeln später ein Asthma. Nach den Ergebnissen klinischer Studien sind vor allem Kinder betroffen, die allergisch gegen Gräserpollen und Hausstaubmilben sind. Für diese Neurodermitis-Patienten konnte eine klinische Untersuchung nachweisen, dass ein Medikament (Antihistaminikum) gegen verschiedene Allergien die Häufigkeit einer späteren Asthma-Erkrankung um 40 Prozent reduziert.

Weltweite Studie zur Asthmavorbeugung

In der jetzt laufenden weltweiten Folgestudie testen die Ärzte ein verbessertes Antihistaminikum. Kinder mit Neurodermitis im Alter zwischen 12 und 24 Monaten bekommen über 18 Monate entweder das Medikament oder ein Placebo nach dem Zufallsprinzip. Weder der Arzt noch der Patient weiß, welche Behandlung gegeben wird. Die Teilnehmer sollen mindestens seit zwei Monaten an Neurodermitis erkrankt sein und noch kein Asthma haben. Ihre Eltern (ein Elternteil) oder Geschwister sollten Allergiker sein. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos.

Weitere Informationen

PD Dr. Uwe Schauer, Universitätskinderklinik der Ruhr-Universität Bochum, Alexandrinenstr. 5, 44791 Bochum, Tel. 0234/509-2660, Fax: 0234/509-2612, E-Mail: Uwe.Schauer@ruhr-uni-bochum.de
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