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9.AiF-Innovationstag "Wirtschaft(s)macht Forschung"

03.06.2002 - (idw) Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)

Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereinigungen
"Otto von Guericke" e.V.

Presseinformation

3. Juni 2002

9. AiF-Innovationstag: "Wirtschaft(s)macht Forschung"
Bundeswirtschaftsminister Müller unterstützt Unternehmens-Netzwerke

Auf dem diesjährigen Innovationstag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) stellt Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller heute in Berlin 23 Unternehmens-Netzwerke vor. Sie werden in der ersten Ausschreibungsrunde des neuen Programms Netzwerkmanagement-Ost (NEMO) gefördert. Die Forschungsthemen reichen von der Tumordiagnostik bis zur Ölhavariebekämpfung, die Technologiefelder von der Bionik bis zur Mikrotechnologie und die Branchen vom Handwerk bis zu neuen Dienstleistungen in der Informationstechnologie. Mit Hilfe von NEMO will das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie neue Impulse für die Bildung und Entwicklung innovativer Netzwerke in der Wirtschaft der neuen Länder geben. Insgesamt 92 Anträge, davon über ein Viertel aus Sachsen, gingen im April bei der AiF ein, die NEMO seit Anfang des Jahres als Projektträger betreut.

Über 200 mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland präsentieren auf dem Innovationstag der AiF zum neunten Mal neue Produkte und Ideen, stellvertretend für mehr als 5.000 Projekte, die im Jahre 2001 über die AiF gefördert wurden. Mit dem diesjährigen Motto "Wirtschaft(s)macht Forschung" rückt die AiF das volkswirtschaftlich bedeutende Potenzial kleiner und mittlerer Unternehmen in den Mittelpunkt, die Jahr für Jahr rund fünf Milliarden Euro für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aufbringen. AiF-Präsident Johann Wilhelm Arntz bekräftigte als Hauptanliegen der AiF, die Unternehmen bei diesen Arbeiten als Mittler zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Staat zu unterstützen. Er rief dazu auf, die Synergien des AiF-Netzwerks mit seinen über 100 Forschungsvereinigungen ständig neu zu erschließen.

Anlässlich des 400. Geburtstages von Otto von Guericke, Experimentalphysiker, Ingenieur, Politiker und Namenspatron der AiF, bildet die Vakuumtechnik in diesem Jahr einen Ausstellungsschwerpunkt. Als Querschnittstechnologie bietet sie vielseitige, ökonomische und umweltgerechte Lösungen für Schlüsselmärkte wie IuK, Biotechnologie, Fahrzeugtechnik und Energietechnik. Unterschiedliche im Vakuum aufgebrachte Beschichtungen, beispielsweise von Fensterglas zur Wärmedämmung und von Kunststoffen zur Herstellung von Präzisionsoptik, zählen zu den Exponaten. Die Besucher können sich aber auch über eine Hochvakuum-Isolierung für die Kältetechnik und die Nutzung des Vakuums zur Entfettung von Metall informieren. Außerdem präsentiert die AiF vor Berliner Schülern Guerickes historischen Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln in modernem Gewand: Die beiden Kugelhälften, die allein durch das innere Vakuum zusammengehalten werden, hängen an einem riesigen Kran und sind zusätzlich mit einem Pkw beschwert. In dieser spektakulären Form ist der Versuch erstmals in Berlin zu sehen. Vorträge aus Industrie und Wissenschaft runden das Programm zur "Macht des Nichts" ab.

Bundeswirtschaftminister Müller nannte den Innovationstag der AiF einen "Treffpunkt für die Zukunft". Sein Ministerium stelle in diesem Jahr rund 540 Mio. Euro für innovative kleine und mittlere Unternehmen bereit - ein deutliches Signal zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Laut Müller haben sich die von der AiF betreuten Programme wie PRO INNO und die industrielle Gemeinschaftsforschung als tragende Säulen zur Unterstützung von Kooperationen in Forschung und Entwicklung und von innovativen Netzwerken bewährt. Karsten Brenner, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betonte die Anstrengungen der Regierung, die Forschungslandschaft für eine Partnerschaft mit der Wirtschaft national und international attraktiver zu machen. Als erfolgreiche Beispiele nannte er die von der AiF betreute Fachhochschulförderung und das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm, "bei dessen Verhandlung es der Bundesregierung gelungen ist, in den Beteiligungsregeln nun auch die Forschungsvereinigungen der AiF als antragsberechtigte Partner vorzusehen".


Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-55
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