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Für die Zukunft aufgestellt: Langanträge im Exzellenzwettbewerb eingereicht

01.09.2011 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Universität bewirbt sich mit ihrem Zukunftskonzept, vier Exzellenzclustern und zehn Graduiertenschulen um die Förderung der Spitzenforschung Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat fristgerecht zum 1. September 15 Langanträge für die zweite Runde des Exzellenzwettbewerbs von Bund und Ländern bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft und beim Wissenschaftsrat eingereicht. Sie bewirbt sich damit um die Förderung der Spitzenforschung in allen drei Förderlinien mit ihrem Zukunftskonzept Bildung durch Wissenschaft, vier Exzellenzclusteranträgen (zwei davon Fortsetzungsanträge aus der ersten Runde) und zehn Graduiertenschulanträgen (davon sechs Fortsetzungsanträge).

Das Zukunftskonzept der HU überträgt ihre Gründungsidee Bildung durch Wissenschaft mit drei programmatischen Leitbegriffen auf die heutigen Anforderungen von Spitzenforschung, Nachwuchsförderung und akademischer Lehre. Sie lauten Persönlichkeit, Offenheit und Orientierung.

Die HU besinnt sich damit auf ihre Wurzeln und folgt zugleich den aktuellen Herausforderungen für die deutschen Hochschulen mit einem eigenen, modernen Weg, der vor allem die Persönlichkeit in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellt. Die Entfaltung der kreativen Potenziale aller Mitglieder der Universität ist die wichtigste Grundlage für exzellente Forschung und Lehre. Sie baut auf Schöpferkraft und Forschungsfreiheit, sagt HU-Präsident Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Die HU verfolgt mit ihrem Zukunftskonzept drei Ziele: Unter den Leitbegriffen Persönlichkeit, Offenheit und Orientierung wird sie exzellente Rahmenbedingungen für die Spitzenforschung schaffen, den wissenschaftlichen Nachwuchs bestmöglich fördern und die Verwaltung als wissenschaftsadäquate Serviceinstanz neu profilieren. Olbertz: Wir gehen von dem Grundsatz aus, dass die Universitätsstrukturen den Forschungsvorhaben und vor allem den Bedürfnissen der Forscherpersönlichkeiten folgen müssen, nicht umgekehrt. Exzellente Forschung erwächst nicht aus einem vorgegebenen Plan, sondern aus der Intelligenz, Neugier und Fantasie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie geben der Universität ihr unverwechselbares Gesicht.

Für die Förderung der Spitzenforschung wird die HU einen Strategischen Innovationsfonds einrichten. In dessen Zentrum steht das erfolgreiche HU-eigene Forschungsformat der Integrativen Forschungsinstitute (Integrative Research Institutes, IRI). Das Zukunftskonzept beinhaltet ein umfassendes Programm zur Entwicklung von drei IRI: das 2009 gegründete IRIS Adlershof, das neue IRI für Lebenswissenschaften eine Kooperation zwischen HU, Max-Delbrück-Centrum und Charité auf dem Campus Nord und künftig das IRI THESys (The Great Transformations of Human-Environmental Systems) zum Themenkomplex Nachhaltigkeit, Landnutzung und Globalisierung. Diese neuen Formate der Humboldt-Universität für die Förderung der Verbundforschung sind zeitgemäße Antworten auf die Bedürfnisse moderner, interdisziplinär vernetzter Forschung und Zusammenarbeit zwischen Partnerinstituten unterschiedlicher Trägerschaft, sagt Prof. Dr. Peter Frensch, Vizepräsident für Forschung.

In diesem Sinne will die HU als die kooperative Universität im Rahmen offener, wissenschaftsadäquater Kooperationsstrukturen am Standort Berlin-Brandenburg die reichen Potenziale an den interdisziplinären Schnittstellen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen weiter entwickeln. Aus dem Strategischen Innovationsfonds sollen darüber hinaus u.a. die Internationalisierung der Forschung und die Gleichstellung von Frauen und Männern unterstützt sowie flexible Anschub- und Überbrückungsfinanzierungen für exzellente Forschung und Lehre gewährt werden.

Für die Nachwuchsförderung wurde das HU-Phasenmodell entwickelt. Es unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf allen Karrierestufen durch passgenaue Förderangebote und zielt vor allem auf Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an den Übergängen zwischen den Qualifizierungsstufen, insbesondere während der sensiblen Postdoc-Phase. Die Verbindung von exzellenter Forschung und hervorragender Lehre spielt für die HU schon von den frühen Studienphasen an eine Schlüsselrolle. Hier knüpft das Zukunftskonzept an das unter Leitung ihres Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Dr. Michael Kämper-van den Boogaart, ausgearbeitete Projekt Übergänge im Rahmen des Hochschulpaktes 2020 an, das sich erfolgreich durchsetzen konnte. Wir verstehen uns als moderne Forschungsuniversität, die Nachhaltigkeit mitdenkt, indem junge Talente künftig noch früher in die Forschung integriert werden, betont Kämper. So wurde etwa das Projekt der Studentischen Forschergruppen ins Leben gerufen, das Studierende, die gemeinsam mit einer Wissenschaftlerin oder einem Wissenschaftler ein Forschungsprojekt bearbeiten, finanziell unterstützt und sie damit frühzeitig in komplexe Forschungszusammenhänge einbindet.

Als dritten Schwerpunkt wird die HU unter dem Stichwort Kultur der Ermöglichung eine Verwaltungsreform in Angriff nehmen, um ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ebenso wie den Studierenden mit einem integrierten Servicekonzept deutlich mehr Freiräume und Zeit für die Forschung bzw. Qualifizierung zu bieten.

Unser Zukunftskonzept ist im Einklang aller Statusgruppen der Humboldt-Universität entstanden. Mein Dank gilt allen Universitätsmitgliedern für ihre guten Ideen und Anregungen, aber auch kritischen Anmerkungen. Bereits die Ausarbeitung des Antrags war für die HU ein gewinnbringender, diskursiver Prozess. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Konzept den richtigen Weg für die Humboldt-Universität einschlagen und auch die Gutachter überzeugen werden, so Präsident Olbertz.

Exzellenzcluster & Graduiertenschulen

Neben dem Zukunftskonzept hat die Humboldt-Universität für die Förderung folgender Exzellenzcluster und Graduiertenschulen Anträge eingereicht:

EXZELLENZCLUSTER

Neuanträge:

Bild, Wissen, Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor
Designierte Sprecher:
Prof. Dr. Horst Bredekamp (HU, Kunst- und Bildgeschichte)
Prof. Dr. Wolfgang Schäffner (HU, Kulturwissenschaften)
http://hu-berlin.de/bildwissengestaltung

GenoRare Medizinische Genomik seltener Erkrankungen
(Gemeinschaftsantrag der beiden Mutteruniversitäten Humboldt-Universität zu Berlin und Freie Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin Berlin)
Designierter Sprecher: Prof. Dr. Stefan Mundlos (Charité Universitätsmedizin Berlin; Medizinische Genetik und Humangenetik)
http://hu-berlin.de/genorare

Fortsetzungsanträge:

Topoi Die Formation und Transformation von Raum und Wissen in den antiken Kulturen (Gemeinschaftsantrag mit der Freien Universität Berlin)
Sprecher:
Prof. Dr. Gerd Graßhoff (HU, Philosophie, Wissenschaftsgeschichte der Antike) Prof. Dr. Michael Meyer (FU, Prähistorische Archäologie)
http://hu-berlin.de/topoi

NeuroCure neue Perspektiven in der Therapie neurologischer Erkrankungen (Gemeinschaftsantrag der beiden Mutteruniversitäten Humboldt-Universität zu Berlin und Freie Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin Berlin)
Sprecher:
Prof. Dr. Dietmar Schmitz (Charité Universitätsmedizin Berlin, Neurowissenschaften)
http://hu-berlin.de/neurocure


Der Exzellenzcluster Unifying Concepts in Catalysis (UniCat), dessen Sprecherhochschule die Technische Universität Berlin ist, erforscht das volkswirtschaftlich wichtige Gebiet der Katalyse. Die HU ist an dem interdisziplinären Forschungsverbund beteiligt.
http://hu-berlin.de/unicat

GRADUIERTENSCHULEN

Neuanträge:

Robert Koch-Graduiertenschule Berlin (RKGS)
Designierter Sprecher:
Prof. Dr. Richard Lucius (HU, Biologie)
http://hu-berlin.de/rkgs

Graduiertenschule
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