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Universität des Saarlandes bietet Zusatzqualifikationen per Zertifikat

06.09.2011 - (idw) Universität des Saarlandes

Berufspraktische Kompetenzen, spezielle Zusatzqualifikationen und die Fähigkeit, Wissen in größere Zusammenhänge zu stellen diese Fertigkeiten vermitteln die Zertifikate der Universität des Saarlandes. Studenten aller Fachrichtungen können die studienbegleitenden Zertifikate belegen und im Optionalbereich der Philosophischen Fakultäten dadurch die geforderten Leistungspunkte für ihr Studium erwerben. Einige Angebote richten sich auch an Gasthörer und externe Interessierte. Zertifikat Wissen und Kommunikation
Wie man Kunst und Kultur für möglichst viele Menschen attraktiv macht und wie man als Wissenschaftler am besten mit der nicht-fachlichen Öffentlichkeit kommuniziert, lernen die Studenten in den Veranstaltungen des Zertifikats Wissen und Kommunikation. Es bietet berufspraktische Fertigkeiten zur Vermittlung von Wissenschaft und Kultur. Neben den Lehrveranstaltungen zu Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit konzentriert sich das Zertifikat auf Kurse zum Wissenschafts- und Kulturmanagement sowie zur kulturellen Praxis. Die Dozenten kommen aus den jeweiligen Berufen. So vermittelt die Berliner Schauspielerin und Regisseurin Mareile Metzner, wie man einen Klassiker inszeniert, und der Schriftsteller und Filmer Alfred Gulden bietet Einblicke in das Genre des Dokumentarfilms. Das Zertifikat ist aus drei Modulen aufgebaut, von denen eines wahlweise durch ein vierwöchiges Praktikum ersetzt werden kann. Die Lehrveranstaltungen werden im Rahmen des Optionalbereichs angeboten einem interdisziplinären Ergänzungsfach der Philosophischen Fakultäten. Sie stehen aber allen Studenten der saarländischen Hochschulen offen. Geisteswissenschaftler können mit dem Zertifikat die 24 Leistungspunkte für ihr Studium erbringen, die im Optionalbereich von ihnen gefordert werden. Falls freie Plätze vorhanden sind, können auch eingeschriebene Gasthörer Lehrveranstaltungen belegen.

Zertifikat Nachhaltige Entwicklung
Die nachhaltige Nutzung der Erde als Grundlage unseres Lebens steht im Mittelpunkt des bundesweit ersten Studienangebots für nachhaltige Entwicklung, das mit einem Zertifikat abschließt. In den Lehrveranstaltungen, die im vergangenen Wintersemester gestartet sind, lernen die Studenten den Umgang mit langfristigen Maßnahmen, analysieren deren wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen und entwickeln Lösungen für gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Probleme. Um nachhaltige Lösungen entwickeln zu können, lernen die Teilnehmer, die Eigenlogik der unterschiedlichen, ineinander greifenden Systeme von Wirtschaft, Ökologie, Politik und Sozialem zu verstehen und die verschiedenen Anätze konsequent weiter zu verfolgen, erklärt der Saarbrücker Stiftungsprofessor für nachhaltige Entwicklung Olaf Kühne. Das Zertifikat vermittle daher unter anderem die Grundlagen der beteiligten Wissenschaften sowie die unterschiedlichen nachhaltigkeitsbezogenen Arbeitsmethoden.
Das Studienangebot ist über die WissenschaftlicheWeiterbildungsAkademie Saar GmbH (WiWAS) auch für externe und berufstätige Akademiker zugänglich. Da die Veranstaltungen in den Tagesrandzeiten liegen oder in Blöcken am Wochenende stattfinden, ist es auch für sie möglich, das Pensum zu bewältigen. Die Gesamtkosten für diese Zielgruppe betragen 1.200 Euro.

Zertifikat Europaicum
Mit dem Europaicum, das die Universität seit dem Wintersemester 2009/2010 anbietet, können Studenten einen Schwerpunkt Europa in ihr Studium einbringen und ihr Europa-Profil individuell aus fünf Kompetenzbereichen zusammenstellen. Neben Sprachkenntnissen sind das der Themenkomplex Recht und Wirtschaft, der Bereich Geschichte, Politik und Kultur sowie die Themen Europäischer Raum und Europa in der Praxis. Auch interkulturelle und kommunikative Kompetenzen werden vermittelt. In jedem Semester können die Studenten aus mehr als 60 Lehrveranstaltungen wählen. Fester Bestandteil des Europaicums ist eine Gastprofessur, die jeweils ein Jahr lang einem europäischen Land gewidmet ist. Nach Finnland, der Türkei und Irland ist zum kommenden Wintersemester Ungarn an der Reihe. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen mindestens 24 Leistungspunkte erworben werden, was in der Regel mit acht Lehrveranstaltungen möglich ist. Rund 260 Studenten haben sich bisher für das Europaicum eingeschrieben, 56 Zertifikate wurden bereits verliehen. Während in den beiden ersten Jahren die meisten Teilnehmer aus den Philosophischen Fakultäten stammten, kommen in letzter Zeit verstärkt Juristen, Betriebswirtschaftler und Studenten weiterer Fachrichtungen, hat Dominik Schmitt beobachtet, der das Europaicum betreut. Außerdem interessierten sich zunehmend mehr künftige Erstsemester aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland für das Angebot.

Neben diesen interdisziplinären Zertifikaten können unter anderem die Zertifikate Katalanisch Katalanische Sprache und Kultur sowie Portugiesisch studienbegleitend erworben und im Optionalbereich anerkannt werden. Sie vermitteln auch landeskundliches Wissen und verschiedene fachspezifische Kenntnisse. Akkreditierte Sprachkurse, die ebenfalls mit Zertifikat abschließen, bietet das Sprachenzentrum der Uni an. So sind acht Sprachangebote von UNIcert als Fremdsprachenzertifikat für den Hochschulbereich akkreditiert. Hierbei handelt es sich um Zusatzqualifikationen, die nicht für das Studium anrechenbar sind. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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