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Bare Kunst

22.09.2011 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Meisterwerke im Miniaturformat - Griechische und Römische Münzen der Gießener Antikensammlung (Justus-Liebig-Universität Gießen) im Museum im Spital Grünberg zu sehen 23.9.2011 15.1.2012

In der Antike wie heute galten Münzen vor allem als eines: als Zahlungsmittel. Über diese rein wirtschaftliche Funktion hinaus dienten antike Münzen aber auch als Bildträger, deren Darstellungen mehrere Aufgaben erfüllen konnten: Zum einen garantierten sie den Wert und die Gültigkeit des Zahlungsmittels, zum anderen konnten sie komplexe politische Aussagen transportieren. Betrachtet man antike Münzen losgelöst von jedem wirtschaftlichen oder politischen Hintergrund, stellen sie vor allem eines dar: originale Kunstwerke von höchster Qualität.

Diesem ästhetischen Aspekt des Geldes widmet sich die Sonderausstellung Bare Kunst. Meisterwerke im Miniaturformat, mit der die Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bereits zum dritten Mal die Gastfreundschaft des Museums im Spital Grünberg genießt. 100 Münzen der insgesamt über 4000 Exemplare umfassenden Münzsammlung werden hier ausgestellt, die meisten aus Gold und Silber. Dreißig davon werden in brillanten Fotos in vielfacher Vergrößerung gezeigt und erleichtern so den Zugang zu Details, die selbst mit einer Lupe nur schwer auszumachen sind.

Anhand dreier ausgewählter Themenkomplexe der Stadtembleme, der Darstellung von Göttern und Helden und dem Herrscherporträt möchte die Ausstellung gleichzeitig dem Besucher die Vielfalt der dargestellten Szenen und ihrer unterschiedlichen Botschaften vor Augen führen.

Begleitet wird die Ausstellung durch eine kleine Münzkunde, in der die wichtigsten Fachbegriffe anhand von Originalmünzen erläutert werden.

Die Ausstellung konnte dank der großzügigen Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Grünberg realisiert werden. Einige Stücke werden auch in der Schalterhalle der Grünberger Sparkasse zu sehen sein und machen dort, wo tagtäglich viele Menschen in Finanzdingen ein- und ausgehen, hoffentlich neugierig auf die Ursprünge des Geldwesens vor über 2500 Jahren.

Die Ausstellung wurde von Dr. Matthias Recke, Kustos der Antikensammlung an der Justus-Liebig-Universität Gießen konzipiert und wird bis zum 15. Januar 2012 im Museum im Spital Grünberg zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint eine 64-seitige, reich illustrierte Broschüre, die im Museum im Spital Grünberg und in der Sparkasse Grünberg zum Preis von 8,00 Euro erworben werden kann.

Sonntagsführungen werden durch Studierende der Altertumswissenschaften am 25. September, 9. Oktober, 23. Oktober, 13. November, 27. November, 11. Dezember 2011 und am 8. Januar 2012, jeweils um 15 Uhr angeboten.

Museumspädagogische Projektangebote bei denen Kinder- und Schülergruppen ihre eigenen Münzen gestalten und prägen, können im Museum während der Ausstellungsdauer gebucht werden. Informationen unter 06401 223328-0.

Die Gießener Antikensammlung ist eine der ältesten ihrer Art in ganz Mitteleuropa; ihre Ursprünge reichen bis in das frühe 18. Jahrhundert zurück. Auch der in Grünberg geborene bedeutende Archäologe und Altertumsforscher Friedrich Gottlieb Welcker (1784 1868) war an ihrem Aufbau beteiligt. Ursprünglich als Lehrsammlung angelegt, bietet die Antikensammlung heute einen umfassenden Überblick über die Kulturen des antiken Mittelmeerraumes. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/institute/altertum/klassarch/antikensamml... http://www.gruenberg.de/index.php?id=tour&sp=de&uid=t_frei&uuid=mus Anhang
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