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Erste Akademieprofessur Hessens untersucht das kompositorische Schaffen Christoph Willibald Glucks

23.09.2011 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

FRANKFURT. Am Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität ist in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz eine neuartige Akademieprofessur eingerichtet worden. Sie ist am Frankfurter Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften angesiedelt und stellt die erste Professur ihrer Art in Hessen dar. Vor dem Hintergrund, die Zusammenarbeit beider Institutionen in Forschung und Lehre zu stärken, sollen als erstes sämtliche Werke des Komponisten Christoph Willibald Gluck (1714 bis 1787) erforscht werden. Inhaberin der Professur ist Daniela Philippi (45), die seit 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts Gluck-Gesamtausgabe in der Akademie tätig ist. Sie nimmt künftig die Leitung der Arbeitsstelle in Frankfurt wahr und gibt an der Goethe-Universität musikwissenschaftliche Lehrveranstaltungen.

Der Start der neuen Akademieprofessur bedeutet nicht nur einen wichtigen Impuls für die Frankfurter Musikwissenschaften, sondern stärkt zugleich die editionswissenschaftlichen Forschungen an der Goethe-Universität, so Universitätsvizepräsident Prof. Matthias Lutz-Bachmann, denn alle Ergebnisse werden in eine ebenso wissenschaftlich-kritische wie musikalisch-praktische Edition des Gluckschen uvres einfließen. Die Präsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Prof. Elke Lütjen-Drecoll, begrüßt die Stärkung der Verbindung zwischen Akademie und Universität: Die Akademieprofessur ist ein wichtiger Baustein im Rahmen des Weiterqualifizierungskonzepts der in der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Einrichtungen. Sie ist besonders geeignet zur Förderung hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Ernennungs-Urkunde, welche der Professur zugrunde liegt, wurde im Rahmen einer Feierstunde am 23. September im Alten Senatssaal der Goethe-Universität übergeben.

Das Akademievorhaben Gluck-Gesamtausgabe wird seit 1979/80 im Rahmen des Akademieprogramms sowohl vom Bund als auch vom Land Rheinland-Pfalz gefördert und hat seitdem eine Arbeitsstelle in Mainz. Durch die Verstärkung des bis 2023 geplanten musikwissenschaftlichen Langzeitvorhabens mit einer zusätzlichen Arbeitsstelle an der Goethe-Universität soll die Editionsarbeit nicht nur auf eine breitere Basis gestellt, sondern auch an Studierende vermittelt werden. Aufgabe des Vorhabens ist die Edition aller Werke Christoph Willibald Glucks: Nachdem bereits 41 Bände erschienen sind, ist für die kommenden Jahre die Publikation der noch ausstehenden 16 Notenbände (einschließlich ausführlicher Kommentare) sowie des Werkverzeichnisses geplant. Im Zentrum der aktuellen Forschung stehen Glucks frühe Opern sowie Werke, die vom Komponisten selten gepflegte Gattungen repräsentieren, beispielsweise das Opéra-ballet.

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Biographie Prof. Daniela Philippi

Die Forschungsschwerpunkte Daniela Philippis liegen auf der wissenschaftlichen Edition von Musikwerken des 18. und 19. Jahrhunderts sowie auf der sinfonischen und der Orgel-Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Philippi wurde 1966 in Limburg geboren und studierte Musikwissenschaft, Publizistik sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach der Promotion 1992 wurde sie im Jahr 2000 ebendort habilitiert. 2007 folgte in Mainz die Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin. Lehraufträge führten sie an die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, das Musikwissenschaftliche Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und das Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. An der Goethe-Universität ist sie seit dem Wintersemester 2009/10 tätig, zunächst im Rahmen einer Vertretungsprofessur, dann als Lehrbeauftragte des Instituts für Musikwissenschaft. Zuvor arbeitete sie als Research Fellow bei der New Dvoák Edition der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag.

Seit 1993 ist Philippi wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projektes Gluck-Gesamtausgabe der Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Sie ist darüber hinaus Mitglied der Editorial Boards der New Dvoák Edition (NDE) und der Bohuslav Martin-Gesamtausgabe sowie des Herausgeber-Gremiums der Gluck-Gesamtausgabe. Neben Editionen im Rahmen der Projektarbeit veröffentlichte sie bislang etwa 80 Publikationen zur Musikgeschichte des 18. bis 21. Jahrhunderts.

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Informationen: Prof. Daniela Philippi, Institut für Musikwissenschaft, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-22161/-22184, philippi@em.uni-frankfurt.de

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Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die Science City auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofes¬suren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.

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Herausgeber: Der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Redaktion: Stephan M. Hübner, Pressereferent/ stv. Leiter, Abteilung Marketing und Kommunikation, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798-23753, Fax: (069) 798-28530, huebner@pvw.uni-frankfurt.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.adwmainz.de (Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz) http://www.muwi.uni-frankfurt.de/dozenten/philippi/index.html (Homepage Daniela Philippi)
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