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Erster Gender-Kongress zur Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen

23.09.2011 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Wissenschaftsministerin Schulze: Gender-Gerechtigkeit ist ein Mittel zur Qualitätssteigerung an Hochschulen Der bundesweit erste Gender-Kongress zur Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen wurde von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze als voller Erfolg gewertet. Die intensiven Diskussionen haben klar gezeigt, dass gute Gender-Politik ein wesentliches Mittel zur Qualitätssteigerung an Hochschulen ist. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am gestrigen Tag in Düsseldorf eingefunden. Darunter waren sowohl Hochschulleitungen von Universitäten und Fachhochschulen wie Gleichstellungsbeauftragte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Vertreterinnen und Vertreter aus der Landespolitik.

Ausgangspunkt war der Gender-Report zur Geschlechter(un)gerechtigkeit an Hochschulen, mit dem Ende letzten Jahres die Gleichstellungssituation an nordrhein-westfälischen Hochschulen beleuchtet wurde. Dazu sollten auf dem Gender-Kongress Handlungsempfehlungen für das Land und die Hochschulen herausgearbeitet werden.

Die Ministerin nahm eine Fülle von Anregungen aus den Workshops mit: Sie sprach sich dafür aus, die vorhandenen Strukturen und Kompetenzen des Netzwerks Frauenforschung zu erhalten und auch für Diversity Management zu nutzen. Gleichstellungsaufgaben sollten künftig auch wieder von Studentinnen wahrgenommen werden können. Die Ministerin plädierte dafür, das vorhandene Gender-Wissen zukünftig stärker zu institutionalisieren. Für die Zielvereinbarungen, die Frauenförderpläne, und die leistungsorientierte Mittelvergabe nehme ich konkrete Ideen mit. Gleichstellungsbeauftragte und Landespolitik sollten auch künftig an einem Strang ziehen.

Im Hinblick auf die geringe Quote an Absolventinnen in den Ingenieurswissenschaften plädierte Wissenschaftsministerin Schulze für eine differenzierte Betrachtungsweise: Die Situation ist auch in den Ingenieurwissenschaften von Fach zu Fach unterschiedlich. Weiterführen könne auch die Forderung aus der Reihe der Praktikerinnen nach monoedukativen Lehrangeboten: Das eröffnet den Hochschulen die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen. Sie forderte auch eine weitere Charme-Offensive im MINT-Bereich. Wir müssen Frauen und Männer noch stärker für diese Studiengänge interessieren., forderte Ministerin Schulze in ihrer Abschlussrede. Dazu gehöre auch eine gendersensible Ausrichtung der Studiengänge und der Lehre.

Angesichts der positiven Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Initiative der Ministerin, den Kongress auszurichten, sicherte Svenja Schulze zu, dass es nicht bei einer einmaligen Durchführung bleiben würde. Der Kongress hat gezeigt, wie stark das Bedürfnis nach einem solchen Forum ist. Es gibt keine bessere Möglichkeit, Gleichstellungsbeauftragte, Gender-Forscherinnen und -Forscher, Hochschulleitungen und die Politik an einen Tisch zu bekommen. Wir werden diesen Kongress zukünftig regelmäßig ausrichten.

Der Input über mögliche Maßnahmen, den ich mitnehme ist gewaltig, erklärte die Ministerin. Gender-Politik ist eine Frage der Qualitätssteigerung und Gerechtigkeit, resümierte sie. Sie ist aber auch klug. Wir müssen alles daran setzen, die fähigen Köpfe des Landes zu fördern. Kein Talent, ob Mann oder Frau, darf uns verloren gehen. Das Wissenschaftsministerium wird die Ergebnisse voraussichtlich Ende des Jahres in Form einer ausführlichen Dokumentation der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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