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Vom Zeigertelegrafen zum Internet30.09.2011 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena
Informatikdidaktiker der Uni Jena laden am 8.10. zu Kolloquium über Kommunikation und Kommunikationssysteme ein
Wollte der preußische König in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Nachricht von Berlin an den Rhein schicken, dann dauerte das über Land nur etwa sieben Minuten. Zu verdanken war das einer optisch-mechanischen Telegrafenlinie. Sie verlief von Berlin nach Koblenz fast ausschließlich durch preußisches Hoheitsgebiet. Im Abstand von durchschnittlich neun Kilometern je nach geographischen Gegebenheiten standen Zeigertelegrafen, die aussahen wie eine Ampel mit sechs Armen, erklärt Prof. Dr. Michael Fothe von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Durch einen Code aus den verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der sechs Zeiger konnten Nachrichten chiffriert und von Turm zu Turm übermittelt werden.
Für den Professor für Didaktik der Informatik und Mathematik sind solche historischen Beispiele eine gute Methode dafür, zu erklären wie Kommunikation funktioniert auch heute noch. Deshalb steht die optische Telegrafie im Mittelpunkt des Didaktik-Kolloquiums Kommunikation und Kommunikationssysteme Ideen für den Informatikunterricht. Dazu lädt die Abteilung für Didaktik der Mathematik und Informatik der Universität Jena am 8. Oktober ab 11 Uhr Interessierte am Campus (Ernst-Abbe-Platz, Hörsaal 6) der Universität Jena ein. Vor allem Lehrer der Fächer Informatik und Geschichte sowie des Kurses Medienkunde werden erwartet. Die Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung anerkannt. Doch auch die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen.
Wenn Schüler Informationen brauchen oder einfach nur über größere Entfernungen kommunizieren wollen, setzen sie sich vor den Computer und surfen im Internet, sagt Fothe. Im Prinzip funktionieren die Systeme aber immer noch genauso wie im alten Preußen nur eben elektronisch und damit wesentlich schneller: Informationen werden codiert, gespeichert und weitertransportiert. Das Kolloquium gibt einen Überblick über die wesentlichen wissenschaftlichen und technischen Fortschritte, die zu unserer globalen, vernetzten sowie digitalen Informationswelt geführt haben. Der Bogen wird dabei bis hin zu aktuellen Forschungsergebnissen zur Mobilkommunikation gespannt werden. Unser Fortbildungsangebot erfreut sich großer Beliebtheit, sagt der Jenaer Fachdidaktiker. Da wir immer versuchen, die Themen Mathematik und Informatik von ganz anderen Seiten zu beleuchten, um sie so zugänglicher zu machen.
Das Kolloquium Kommunikation und Kommunikationssysteme Ideen für den Informatikunterricht beginnt am 8. Oktober um 11 Uhr im Hörsaal 6 des Universitätsgebäudes Carl-Zeiß-Straße 3.
Kontakt:
Prof. Dr. Michael Fothe
Abteilung für Didaktik der Mathematik und Informatik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946496
E-Mail: michael.fothe[at]uni-jena.de
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Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
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