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Tagung: Paul Eber. Humanist und Theologe der zweiten Generation der Wittenberger Reformation

05.10.2011 - (idw) Universität Erfurt

Die Universität Erfurt und der Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Reformation an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen veranstalten gemeinsam mit der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt vom 10. bis 12. November an der zur Universität Erfurt gehörenden Forschungsbibliothek Gotha eine Tagung zu dem bedeutenden Theologen und Mitstreiter Martin Luthers, Paul Eber (1511-1569). Anlass der unter dem Titel Paul Eber. Humanist und Theologe der zweiten Generation der Wittenberger Reformation stattfindenden Veranstaltung sind der 500. Geburtstag Ebers und sein umfangreicher, bislang kaum bekannter Nachlass in der Forschungsbibliothek Gotha, der nun erstmalig im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts online verzeichnet worden ist. Die Tagungsleitung haben Prof. Dr. Volker Leppin von der Universität Tübingen und Dr. Daniel Gehrt von der Forschungsbibliothek Gotha.

Die bisher recht schmale Forschung zu Eber steht immer noch im Schatten seiner Vorgänger Martin Luther und Philipp Melanchthon. Dabei war Eber als führender Theologieprofessor an der Leucorea, als Oberaufseher der Superintendenturen im Wittenberger Kurkreis und als Ratgeber für Kurfürst August von Sachsen und zahlreiche andere lutherische Städte und Territorien reichs- und europaweit in den 1560er-Jahren von zentraler Bedeutung. Seine Beziehungen zu Gelehrten, Potentaten und Kirchen¬gemeinden reichen bis nach Ost- und Nordeuropa. Dabei hat er sich unter anderem als Theologe, Prediger, Übersetzer, Historiker, Astronom und Kirchlieddichter verdient gemacht. Die Tagung will die vielfältige Wirkungsbereiche Ebers beleuchten und dabei an neuere Forschungen zur Konfessionalisierung, Gelehrtenkultur und mitteldeutschen Universitätsgeschichte im 16. Jahrhundert anknüpfen.

Der in der Forschungsbibliothek Gotha erschlossene, umfangreiche Nachlass Ebers umfasst elf Bände mit mehr als 1000 Briefen. Die Ergebnisse der Erschließung im Rahmen der Katalogisierung der Reformationshandschriften der Forschungsbibliothek sind in der Datenbank für Handschriften und Autografen HANS recherchierbar unter:
http://hans.uni-erfurt.de/hans/index.htm.

Die Tagung wird von der Stadt Erfurt unterstützt. Eine Veröffentlichung der Tagungsbeiträge im Anschluss an die Veranstaltung ist vorgesehen. Um Anmeldung bis zum 27. Oktober wird gebeten.

Nähere Informationen / Kontakt:
Cornelia Hopf
Tel.: 0361/737-5530
E-Mail: cornelia.hopf@uni-erfurt.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.uni-erfurt.de Anhang
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