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Ist das cool?: Bewunderung und Ablehnung der amerikanischen Kultur nach Ende des Kalten Krieges

10.10.2011 - (idw) Universität des Saarlandes

Fühlen sich die Europäer der amerikanischen Kultur auch nach Ende des Kalten Krieges nahe? Wie werden amerikanische Produkte wahrgenommen und wie wirkt sich das auf das Konsumverhalten aus? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine Konferenz in Salzburg vom 4. bis 6. November, die von Astrid Fellner, Amerikanistik-Professorin an der Universität des Saarlandes, organisiert wird. Zum gleichen Thema hatte die Wissenschaftlerin ein Hauptseminar an der Saar-Uni angeboten, bei dem sich Studentinnen und Studenten im Saarland und in Rheinland-Pfalz auf die Suche nach den zahlreichen Einflüssen der amerikanischen Kultur machten. Bei der Auseinandersetzung mit der amerikanischen Kultur geht es Astrid Fellner vor allem um die Frage, was auf der Gefühlsebene passiert. Sie erforscht, wie die Menschen in Europa auf die vielfältigen amerikanischen Einflüsse reagieren. Finden sie vieles einfach nur cool oder mischt sich auch eine ablehnende Haltung darunter, wenn manche etwa von der McDonaldisierung der Gesellschaft sprechen, fragt sich die Professorin für nordamerikanische Literatur und Kultur. Sie hat festgestellt, dass es viele Untersuchungen über den Einfluss der amerikanischen Lebenshaltung auf Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gibt. Was sich dann aber nach Ende des Kalten Krieges verändert haben könnte, wurde noch wenig erforscht. Für die Geistes- und Kulturwissenschaften verlangt dies auch ethnografische Herangehensweisen, wenn man beispielsweise untersucht, wie das eigene Umfeld von amerikanischen Einflüsse geprägt wurde und wo sich das Barometer für die eigene Gefühlslage einpendelt, sagt Fellner.

In einem Hauptseminar im Sommersemester an der Saar-Uni gab sie ihren Studentinnen und Studenten den Auftrag, in der Familie und Heimatstadt nach Spuren der amerikanischen Kultur zu suchen. Dabei kamen nicht nur viele Erinnerungen an die amerikanische Besatzungszeit auf, sondern auch die heutige Präsenz von US-Truppen in Baumholder und Ramstein war ein Thema. Wir haben außerdem untersucht, welche amerikanischen Produkte einen eindeutigen Coolness-Faktor aufweisen, etwa das iPhone oder Starbucks, und haben uns gefragt, warum andere Firmen wie etwa Shell fälschlicherweise mit Amerika assoziiert werden, erläutert die Professorin. Um solche Stereotypen und die Einflüsse des globalen Marktes soll es nun auch auf der Konferenz in Salzburg gehen, zu der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den USA und verschiedenen europäischen Universitäten zusammenkommen.

Die Konferenz Is It 'Cause It's Cool? Affective Encounters with American Culture der Österreichischen Gesellschaft für Amerikastudien findet vom 4. bis 6. November auf Schloss Leopoldskron in Salzburg statt. An der Organisation sind neben Astrid Fellner, die derzeit die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Amerikastudien ist, auch Eugen Banauch (Universität Wien) und Klaus Heissenberger (Universität Wien und Universität des Saarlandes) beteiligt.

Weitere Informationen unter:

www.univie.ac.at/Anglistik/aaas/2011/Cool/details.html
www.amerikanistik.uni-saarland.de

Pressefoto unter: www.uni-saarland.de/pressefotos

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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