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Disziplinierung der Engel

20.10.2011 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Öffentliche Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Klaus Pietschmann vom Musikwissenschaftlichen Institut am 3. November in der Alten Mensa Frühneuzeitliche Messvertonungen sind das Thema der Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Klaus Pietschmann vom Musikwissenschaftlichen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Unter der Überschrift Disziplinierung der Engel - frühneuzeitliche Messvertonungen zwischen Repräsentanz, Autonomie und Funktionalität wird Pietschmann an einigen Fallbeispielen aufzeigen, dass Messvertonungen zwar einerseits als musikalische Kunstwerke für sich stehen können, in ihrer Entstehungszeit aber immer eng mit der jeweiligen gottesdienstlichen Frömmigkeit und Praxis verschränkt gewesen sind, woraus sich wichtige Rückschlüsse für die kompositorische Gestalt ergeben. Das Thema entstammt einem aktuellen Forschungsschwerpunkt Pietschmanns, in dessen Zusammenhang sich derzeit eine Datenbank im Aufbau befindet, die über 35.000 Messkompositionen erfasst und Mitte 2012 im Internet frei zugänglich sein wird.

Die Vorlesung findet am Donnerstag, 3. November 2011, um 16:15 Uhr im Auditorium maximum, Alte Mensa, Johann-Joachim-Becher-Weg 5, Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Die Öffentlichkeit ist hierzu herzlich eingeladen.

Klaus Pietschmann hat Geschichte und Musikwissenschaft in Köln, Florenz und Münster studiert. Nach einem Stipendium an der Musikabteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom promovierte er in Münster im Jahr 2000 über die Kirchenmusik unter Papst Paul III. im 16. Jahrhundert. 2001 bis 2003 war Pietschmann wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt Die Oper in Italien und Deutschland 1770 1830 in Bonn und Köln. Es folgten Tätigkeiten als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Zürich und als Stipendiat bei den Bayreuther Festspielen. Nach der Habilitation in Zürich über Wien und die Diversifizierung der Oper um 1800 führte ihn eine Assistenzprofessur ans Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern. Als Deborah Loeb Brice Fellow war Pietschmann am Harvard University Center for Italian Renaissance Studies in Florenz, bevor er im Oktober 2009 zum Professor für Musikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ernannt wurde.

Pietschmanns Forschungsschwerpunkte betreffen neben dem erwähnten Messenprojekt die Musikgeschichte Italiens des 15. bis 17. Jahrhunderts, die Rolle der Musik in der frühneuzeitlichen Adelskultur, das Verhältnis von Musik, Liturgie und Kirche im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit sowie die Operngeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Außerdem widmete er sich regionalen Musikkulturen im Rheinland, der Schweiz und Mexiko und leitet das Forschungsprojekt der Fritz Thyssen-Stiftung Die Kantate als aristokratisches Ausdrucksmedium im Rom der Händelzeit".

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Klaus Pietschmann
Musikwissenschaftliches Institut
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22589
Fax +49 6131 39-22993
E-Mail: pietschmann@uni-mainz.de
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