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Holzenergie vom Acker

24.10.2011 - (idw) ttz Bremerhaven

Erschwerende Regelungen in Bayern bei KUP

Im Rahmen des KUP-Netzwerkes organisierte das ttz Bremerhaven zusammen mit Dorr Energie aus Kempten am 19. Oktober 2011 eine Veranstaltung zum Thema Agrarholz als alternativer Zukunftsmotor in der Landwirtschaft in Ettringen bei Augsburg. Die geladenen Presse- und Behördenvertreter aus Süddeutschland wurden von drei Referenten zum Thema KUP umfangreich informiert. Bremerhaven, Oktober 2011. Kurzumtriebsplantagen, sogenannte KUP, sind Anpflanzungen schnell wachsender Bäume auf landwirtschaftlichen Flächen. Ziel ist, innerhalb kurzer Umtriebszeiten Holz als nachwachsenden Rohstoff zu produzieren. Auf der Veranstaltung Agrarholz als alternativer Zukunftsmotor in der Landwirtschaft in Ettringen informierte Barbara Wildegger vom ttz Bremerhaven zu den schnellwachsenden Bäumen und präsentierte Forschungsergebnisse zu Saatgut und Baumarten. Zudem wurde von Frau Wildegger eine Bilderreihe zum Thema KUP und Landschaftsbild gezeigt und diskutiert.

Marcus Jakwerth, Dorr Energie GmbH, besprach das Thema KUP als Alternative für Grenzertragsstandorte. Hierbei ging Jakwerth vor allem auf die Sondersituation im Allgäu ein, bei der neben dem Grünlandumbruchsverbot die kleine Flächenstruktur, viele Naturschutzauflagen und die Akzeptanz der Bevölkerung KUP-Anpflanzungen erschweren. In seiner Präsentation zeigte Jakwerth jedoch einige erfolgreiche Beispiele für die Anlagen von KUP in Bayern, die von Dorr umgesetzt wurden.

Dr. Frank Burger von der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft berichtete über den Anbau, die Ernte und die Ökobilanz von Kurzumtriebsplantagen. Burger erklärte unterschiedlichen Ernteverfahren und verglich deren Energiebilanzen genauso wie die Energiebilanzen verschiedener Energiepflanzen, die als Energieholz beson-ders gut geeignet sind.

In der anschließenden Diskussion wurden vor allem die erschwerten An-baubestimmungen für KUP in Bayern angesprochen. Eine Hürde für den Landwirt stellt die nur in Bayern einzuholende Aufforstungsgenehmigung dar. Der Vorgang der Genehmigung kann erfahrungsgemäß von 6 Wochen bis zu 6 Monaten dauern.

Im Anschluss wurden zwei Pappelplantagen der Firma Dorr besichtigt. Die Gewächse der ersten Plantage waren circa 1,2 Meter hoch; sie wurde letztes Jahr angelegt. Die zweite Plantage wurde schon vor zwei Jahren angepflanzt und hat mittlerweile eine Höhe von etwa 3 Metern.

Unter der Leitung des ttz Bremerhaven wird seit Januar 2010 ein nationales Netzwerk zur effizienten Gewinnung regenerativer Holzenergie koordiniert. Ziel ist die Verknüpfung geeignete Akteure, um das in Deutschland noch junge Innovationsfeld zu stärken und Aufträge für die Netzwerk-Partner zu generieren. Dabei umfasst das Netz die gesamte Wertschöpfungskette der KUP und Forschungseinrichtungen.

Die Bioenergiemärkte im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt haben sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Für den weiteren Marktausbau gilt es alle vorhandenen und neuen Biomassepotentiale zur Erweiterung der Brennstoffbasis zu nutzen. Zu den Hoffnungsträgern bei neu zu erschließenden Biomassepotentialen zählen momentan vor allem KUP.

Mehr Informationen finden unter www.kup-netzwerk.info und www.ttz-bremerhaven.de.

Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

Kontakt:
Christian Colmer
Leitung Kommunikation und Medien

ttz Bremerhaven

Fischkai 1
D-27572 Bremerhaven
Phone: +49 (0)471 48 32 -124
Fax: +49 (0)471 48 32 - 129
ccolmer@ttz-bremerhaven.de
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Weitere Informationen: http://www.ttz-bremerhaven.de http://www.kup-netzwerk.info
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