Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 29. Juli 2014 

Bielefelder Nachwuchswissenschaftler im Fokus

21.11.2011 - (idw) Universität Bielefeld

Juniorforschungsgruppe untersucht, wie Stadtgrün und urbane Gewässer wirken

"Alles im grünen Bereich?" fragen sich derzeit fünf Juniorforscherinnen und -forscher, die heute (21.11.2011) erstmals an der Universität Bielefeld zusammenkommen. Sie untersuchen die gesundheitliche Bedeutung städtischer Grünräume und Gewässer am Beispiel von Bielefeld und Gelsenkirchen. Das Forschungsprojekt wird von der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung in dem Schwerpunkt Stadt der Zukunft: Gesunde, nachhaltige Metropolen gefördert.

Wenn über Stadt und Gesundheit gesprochen wird, rücken schnell die Negativaspekte in den Vordergrund. Vielfach werden nur die Umweltbelastungen wie beispielsweise Lärm und Fein-stäube und ihre gesundheitlichen Folgen angesprochen. Wir wollen jetzt wissen, was die Menschen in der Stadt gesund hält, erklärt Professorin Claudia Hornberg, die als Biologin und Umweltmedizinerin der Universität Bielefeld die Juniorforschungsgruppe verantwortet.

Warum Bielefeld und Gelsenkirchen? Hier gibt es große Unterschiede in den vorhandenen Grünstrukturen und den urbanen Gewässern, aber auch in der Siedlungs- und Sozialstruktur, erläutert Dr. Thomas Claßen, der Leiter der Juniorforschungsgruppe.

Der Juniorforschungsgruppe gehören fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten an, die das Themenfeld Grünräume und Gewässer in der Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven be-leuchten wollen. Drei von ihnen arbeiten an der Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Angela Heiler wird die Stadtbevölkerung befragen, um Wahrnehmungs- und Nutzungsmuster von städtischen Grünräumen und Gewässern abzuleiten. Hendrik Bau-meister wird sich, vor allem mit Hilfe von Interviews, den Arbeits- und Kommunikationsstruk-turen in Kommunalverwaltung und -politik zuwenden, wohingegen Thorsten Pollmann bestimmen möchte, welche Gesundheitsgewinne die Bevölkerung von Stadtgrün und urbanen Gewässern erzielt. Beteiligt ist außerdem die Universität Bonn, Institut für Hygiene und Public Health. Hier wird Sebastian Völker Diskursprozesse in Bevölkerung und Politik beleuchten, die sich förderlich, aber auch hinderlich auf urbane Grünstrukturen und innerstädtische Gewässer auswirken können. Ferner ist die RheinischWestfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen University, Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur beteiligt. Jasmin Matros wird Aspekte der Landschaftsästhetik einbeziehen und deren Wirksamkeit an einem neu geschaffenen Grünraum in Gelsenkirchen prüfen.

Am Ende der dreijährigen Projektlaufzeit möchten die Forscherinnen und Forscher nicht nur neue Erkenntnisse erlangt haben. Sie möchten auch Handlungsfelder für Stadtentwicklungen aufzeigen, wie sich Stadtgrün und städtische Gewässer gesundheitsfördernd verbessern lassen.

Kontakt:
Dr. Thomas Claßen
Fakultät für Gesundheitswissenschaften
Telefon: 0521 106-4363
E-Mail: thomas.classen@uni-bielefeld.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

uniprotokolle > Nachrichten > Bielefelder Nachwuchswissenschaftler im Fokus
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/227880/">Bielefelder Nachwuchswissenschaftler im Fokus </a>