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Neue Juniorprofessur rundet positive Zwischenbilanz von VENUS ab

22.11.2011 - (idw) Universität Kassel

Der Forschungsschwerpunkt VENUS an der Universität Kassel hat personelle Verstärkung bekommen. Zum 1. November 2011 übernahm Prof. Dr. Arno Wacker die Juniorprofessur für das Fachgebiet Softwaretechnik für Ubiquitous-Computing Anwendungen. Dabei geht es maßgeblich darum, IT-Anwendungen zu entwickeln, die es den Nutzern an jedem Ort erlaubt, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen. Angesiedelt wird die neue Professur am Forschungszentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG). Insgesamt ist dies die siebte Professur im Rahmen des VENUS-Projekts.

Das Land unterstützt das Projekt VENUS (Gestaltung technisch-sozialer Vernetzung in situativen ubiquitären Systemen) im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms LOEWE bis 2012 mit 4,2 Millionen Euro. Neben der Landesförderung hat VENUS allein im ersten Förderjahr insgesamt 1,6 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Bereits in seiner Promotion sammelte Prof. Dr. Wacker Erfahrungen mit der Sicherheit für drahtlose Sensornetze, die er in anschließenden Forschungsprojekten vertiefen konnte.

Der LOEWE-Schwerpunkt VENUS ist ein sehr gutes Beispiel, welchen praktischen Nutzen die Forschung im Rahmen von LOEWE für die Bürgerinnen und Bürger haben kann. Fachübergreifende Forschung im Bereich der mobilen Softwareanwendungen ist ein der Schlüsseltechnologien moderner Gesellschaften. Die ungeschränkte mobile Nutzbarkeit des Internets ist zentrale Voraussetzung, um beispielsweise auch das E-Learning-Angebot an unseren Hochschulen zu verbessern., sagte die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann.

Mit Hilfe der LOEWE-Fördermittel setzt die Universität Kassel ihre Zielsetzung der Entwicklungspläne seit 2005 um, die der Etablierung eines interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Informationstechnikgestaltung für den Planungszeitraum bis 2014 eine profilbildende Bedeutung beimessen. Die Besetzung der Juniorprofessur ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Weiterentwicklung des Forschungszentrums für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) zu einem national und international bedeutsamen Ort der Innovation im Raum Nordhessen, erklärte Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. Mit dem geplanten Einzug des ITeG in das neue Drittmittelhaus der Universität Kassel zu Beginn des Jahres 2012 wird dieser Ort auch mit gemeinsamen Räumen für alle Beteiligten verbunden sein. Dadurch eröffnen sich neue Forschungsperspektiven im Rahmen einer bereits erfolgreichen interdisziplinären Zusammenarbeit, die an der Universität Kassel einen besonders hohen Stellenwert genießt, fuhr der Präsident fort.

VENUS konzentriert sich auf die Interaktionen zwischen der neuen Technologie, dem individuellen Nutzer und der Gesellschaft. An vielen Orten wird an den Verbesserungen der technischen Möglichkeiten geforscht, ohne weiter auf deren umfangreiche gesellschaftlichen Konsequenzen einzugehen. Die bislang sehr positive Resonanz bei allen Beteiligten zeigt, dass unser Konzept voll aufgegangen ist, berichtete der VENUS-Sprecher Prof. Dr. Kurt Geihs zur Halbzeit des Schwerpunktes. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Herrn Professor Wacker. Er stellt eine ideale Ergänzung des VENUS-Teams dar und bleibt uns auch nach 2012 dank der von Seiten der Universität sichergestellten Weiterfinanzierung der Juniorprofessur erhalten, blickt der VENUS-Sprecher optimistisch in die Zukunft. In der zweiten Hälfte steht die Arbeit an der Entwicklungsmethodik im Vordergrund, welche die interdisziplinäre Forschung des ITeG in weiterführende Beiträge der Wissenschaft zur nachhaltigen Technikgestaltung überführen soll.

Das ITeG weist als wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Forschungslandschaft einen stark interdisziplinären Ansatz bei der Gestaltung innovativer informationstechnischer Systeme auf. Mit VENUS verfolgen die Mitglieder des ITeG das Ziel, die bisherigen gemeinsamen Erfahrungen der forschungsstarken Fachgebiete aus der Informatik, Wirtschaftsinformatik, Arbeitswissenschaft und Rechtswissenschaft zu vertiefen. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer interdisziplinären Methodik zur Gestaltung ubiquitärer adaptiver Systeme, um neue Softwareanwendungen mit Blick auf die miteinander vernetzten Nutzer so zu gestalten, dass sie gleichermaßen sozialverträglich, gebrauchstauglich und rechtssicher in die Gesellschaft und Wirtschaft eingebettet sind. Die Einbindung von VENUS in die Gesamtstruktur des ITeG erlaubt Synergien bei der Einwerbung von weiteren Drittmitteln.


Info
Dr. Guido Rijkhoek
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0561/804-2217
E-Mail: rijkhoek@uni-kassel.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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