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Förderpreis für Geschlechterforschung wird erstmals vergeben

22.11.2011 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Premiere für den Förderpreis für Forschung im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt: Am Donnerstag, 24.11.2011, dem landesweiten Tag der Frauen- und Geschlechterforschung, zeichnet die Landesministerin für Wissenschaft und Wirtschaft Prof. Dr. Birgitta Wolff erstmals eine Nachwuchswissenschaftlerin und einen Nachwuchswissenschaftler mit dem Preis aus. Die Preisträger sind Nancy Richter, Absolventin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), und Dr. Alexander Bastian, der an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg promoviert wurde. Zur Preisübergabe an der MLU sind Medienvertreter herzlich eingeladen. Zeit:
24. November 2011, 14:00 Uhr bis 14:45 Uhr
Ort:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Burse zur Tulpe, Hallischer Saal
Universitätsring 5, 06108 Halle (Saale)

Der Förderpreis für Forschung im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung wurde ausgeschrieben von der Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung Sachsen-Anhalt und ist dotiert mit 1000 Euro für die beste Dissertation und 500 Euro für die beste Abschlussarbeit.

Letztere hat nach Meinung der Jury Nancy Richter verfasst. Die 29-Jährige hat in Halle Alte Geschichte und Klassische Archäologie studiert. Der Titel ihrer Magisterarbeit lautet: Frauen als Akteure in den athenischen Gerichtsreden klassischer Zeit". Nancy Richter hat sich darin mit der Darstellung rechtlich relevanter Handlungen von Frauen in Prozessen von athenischen Gerichtshöfen beschäftigt. In der Jurybewertung heißt es: Die Arbeit von Frau Richter widerlegt bislang akzeptierte Forschungsergebnisse in Bezug auf die Position der Frauen in der athenischen Gesellschaft. Hier sind höchst neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Geschlechterverhältnisses und die historisch eigentümliche Performanz herausgearbeitet."

Den Preis für die beste Dissertation erhält Dr. Alexander Bastian (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Geschichte). Seine Arbeit stellt einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung der DDR-Geschichte dar. Sie trägt den Titel Repression, Haft und Geschlecht. Opferrolle und Täterschaft von politischen Häftlingen und Gefängnispersonal in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit Magdeburg-Neustadt 1958-1989". Nach Einschätzung der Jury entdeckt der 30-Jährige Gender in einem Feld, das bis dahin gänzlich genderneutral oder durch (positive) Vorurteile gegenüber Frauen bestimmt war. Die spezifische Art der Auswahl und Bearbeitung der Quellen, die er entwickelt hat, lassen Genderfragen erst hervortreten".

Die feierliche Veranstaltung zum Tag der Frauen- und Geschlechterforschung" beginnt um 10:30 Uhr mit der Begrüßung durch Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost, Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der MLU. Es folgen Impulsvorträge namhafter Wissenschaftlerinnen aus den Universitäten Halle-Wittenberg und Magdeburg. Am Nachmittag (14 Uhr) verleiht Ministerin Birgitta Wolff den Förderpreis Forschung und den Preis für Chancengleichheit 2011, mit dem drei Projekte prämiert werden.

Ansprechpartnerin:
Michaela Frohberg
Koordinierungsstelle für Frauen- und Geschlechterforschung Sachsen-Anhalt
Telefon: 0391 6718905
E-Mail: Michaela.Frohberg@ovgu.de

Internet: http://www.kffg-sachsen-anhalt.ovgu.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=16... Pressemitteilung mit Fotos und weiteren Informationen zum Programm
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