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Spanischer Kronprinz besucht das Paranal-Observatorium der ESO

25.11.2011 - (idw) Max-Planck-Institut für Astronomie

Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Am 24. November 2011 hatte das Paranal-Observatorium der ESO in Chile die Ehre des Besuches Ihrer Königlichen Hoheiten, des Prinzen und der Prinzessin von Asturien. Die Delegation, der auch die spanische Ministerin für Wissenschaft und Innovation, Dr. Christina Garmendia, der chilenische Außenminister, Alfredo Moreno, und die chilenische Ministerin für öffentliche Güter, Catalina Parot, angehörten, verfolgte zuerst eine Reihe von Präsentationen über die ESO in der Residencia des Paranal-Observatoriums. An dieser Veranstaltung nahmen auch Vertreter der internationalen Presse teil.

ESO-Generaldirektor Prof. Tim de Zeeuw unterstrich die großen Herausforderungen, die der Bau und der Betrieb von hochmodernen Forschungseinrichtungen an einem der trockensten Orte der Welt an die ESO stellt.

Es ist mir eine große Ehre, Ihre Königlichen Hoheiten am Paranal-Observatorium willkommen zu heißen, sagte Prof. de Zeeuw. Spanien ist ein hochgeschätztes Mitglied der ESO. Die spanische Industrie hat wichtige Beiträge zur Planung und Konstruktion von Einrichtungen der ESO geleistet. Spanische Astronomen nutzen diese weltweit führenden wissenschaftlichen Instrumente auf eindrucksvolle Art und Weise.

Der spanische Delegierte und Vizepräsident des ESO-Council, Prof. Xavier Barcons, betonte ebenfalls die starke Beteiligung der spanischen Wissenschaftler an den Aktivitäten der ESO. Spanien spielte eine wichtige Rolle bei den Designstudien für das zukünftige E-ELT. Auch umfangreiche Aufträge zur Herstellung von Teilen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gingen nach Spanien.

Der spanische Astronom und stellvertretende Direktor für den Betrieb bei der ESO, Dr. Fernando Comeron, beschrieb den Gästen einige der herausragenden Entdeckungen, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO gemacht wurden. Dazu gehören das erste direkte Bild eines Exoplaneten und die Bestätigung der Existenz eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße.

Anschließend besichtigten der Prinz und die Prinzessin das VLT, das fortschrittlichste optische Observatorium der Welt. Die Gäste hatten auch die seltene Gelegenheit, die Interferometer-Tunnel unterhalb der Teleskope zu besuchen. In diesen Tunneln werden das von den einzelnen Teleskopen des VLT gesammelte Licht kombiniert. So können Astronomen bis zu 17 mal kleinere Details in astronomischen Objekten beobachten als mit den jeweiligen Einzelteleskopen.

Bei einer Führung durch den Kontrollraum des VLT erklärten spanische ESO-Astronomen den bedeutenden Gästen den Betrieb der Teleskope.

Der Abgesandte der ESO in Chile, Prof. Massimo Tarenghi, und der Direktor des Observatoriums, Dr. Andreas Kaufer, waren ebenfalls Gastgeber des Besuchs des Prinzen und der Prinzessin von Asturien.

Spanien ist der ESO im Jahr 2006 beigetreten. Zur Zeit sind 32 spanische Staatsbürger bei der ESO beschäftigt.

Zusatzinformationen

Die Europäische Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Getragen wird die Organisation durch ihre 15 Mitgliedsländer: Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO betreibt drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Nordchile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts und zwei Teleskope für Himmelsdurchmusterungen: VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt, arbeitet im Infraroten, während das VLT Survey Telescope (VST) für Himmelsdurchmusterungen ausschließlich im sichtbaren Licht konzipiert ist. Die ESO ist der europäische Partner für den Aufbau des Antennenfelds ALMA, das größte astronomische Projekt überhaupt. Derzeit entwickelt die ESO ein Großteleskop der 40-Meter-Klasse für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren und Infrarotlichts, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird, das European Extremely Large Telescope (E-ELT).

Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsstaaten (und einigen weiteren Ländern) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das Haus der Astronomie in Heidelberg.

Kontaktinformationen

Carolin Liefke
ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie
Heidelberg, Deutschland
Tel: 06221 528 226
E-Mail: eson-germany@eso.org

Massimo Tarenghi
ESO Representative in Chile
Santiago, Chile
Tel: +56 2 463 3143
E-Mail: mtarengh@eso.org

Gonzalo Argandoña
ESO education and Public Outreach Department
Santiago, Chile
Tel: +56 2 463 3258
Cell: +56 9 9 829 4202
E-Mail: gargando@eso.org

Douglas Pierce-Price
ESO education and Public Outreach Department
Garching bei München, Germany
Tel: +49 89 3200 6759
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Weitere Informationen: http://www.eso.org/public/germany/news/eso1146/ - Webversion der Pressemitteilung mit einem weiteren Bild (auch in höher aufgelösten Versionen) http://www.eso.org/public/images/archive/category/paranal/ - Fotos vom Very Large Telescope http://www.eso.org/public/about-eso/memberstates/spanishinvolvement.html - Gesammelte Fakten über die Beteiligung Spaniens an der ESO
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