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Landsberg an der Warthe/ Gorzów Wielkopolski - Ausstellungseröffnung mit dem Landtagspräsidenten

29.11.2011 - (idw) Hochschule Lausitz (FH)

Interessierte Gäste in großer Zahl besuchten am 23. November 2011 an der Hochschule Lausitz in Cottbus die Eröffnung der Ausstellung Landsberg an der Warthe/ Gorzów Wielkopolski, Zwei Namen Eine Geschichte. Die Veranstaltung war eine der herausragenden der 11. Wissenschaftstage der Hochschule. Prof. Dr. Agnes Saretz aus der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik freute sich, auch den Präsidenten des Brandenburger Landtages, Gunter Fritsch, den Präsidenten der Hochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, eine Delegation der Fachhochschule Gorzów unter Leitung ihres Prorektors, Dr. Slowinski, sowie den Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs, PD Dr. Klaus Neitmann, zu begrüßen.

Die Ausstellung Landsberg Gorzow, zwei Namen, eine Geschichte ist eine besondere, sagte sie. Sie ist eine gemeinsame Ausstellung des polnischen Staatsarchivs in Gorzow Wielkopolski, des Brandenburgischen Landeshauptarchivs in Potsdam und der Hochschule Lausitz. Wir eröffnen diese Präsentation an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Musikpädagogik, konkret am Studiengang Soziale Arbeit, da sie wertvolles Quellenmaterial zur deutsch-polnischen Geschichte der einst neumärkischen Stadt zeigt und wir seit zirka zehn Jahren einen deutsch-polnischen Studiengang gemeinsam mit der Hochschule in Gorzów aufgebaut und ausgestaltet haben. Diese Zusammenarbeit ist uns besonders wichtig, schlägt sie doch nicht nur eine Brücke zwischen Polen und Deutschland, nicht nur eine Kommunikationsbrücke zwischen den Menschen, sondern sie bietet auch Ausblicke und Visionen für die Zukunft.

Bis zum 29. Januar 2012 bietet die Ausstellung auf 25 großen Tafeln eine vielfältige Auswahl von Urkunden, Akten, Karten, Plänen und Fotos aus beiden Archiven sowie weitere wertvolle Originaldokumente. Besucher können sich auf eine spannende Entdeckungsreise in die deutsch-polnische Geschichte einer Stadt von grenzüberschreitender Bedeutung freuen, die über Jahrhunderte die größte Stadt im östlichen Brandenburg war und bis heute das Zentrum der Region ist.

Der Präsident der Hochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, verwies in seinem Grußwort auf die deutschlandweite Einmaligkeit des integrierten deutsch-polnischen Studiengangs mit Bewerbern aus der gesamten Bundesrepublik. Er dankte Prof. Dr. Agnes Saretz sowie Prof. Dr. Ulrich Paetzold, dem Dekan der Fakultät, dafür, diese Ausstellung als Highlight der Wissenschaftstage an der Hochschule ermöglicht zu haben. Gleichzeitig dankte der Präsident dem Staatsarchiv Gorzów Wielkopolski und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv.

Dr. Slowinski, der Prorektor der Fachhochschule Gorzów, bedankte sich herzlich für die Ausstellung. Sie zeigt, dass Polen und Deutsche die gleichen Wurzeln haben. Beide Völker verbinde sehr viel. Die Hochschule Lausitz und die Fachhochschule Gorzów seien mit ihrem gemeinsamen Studiengang ein gutes Beispiel für eine langfristige Zusammenarbeit.

Der Präsident des Landtages Brandenburg, Gunter Fritsch, selbst in Landsberg, dem heutigen Gorzów, geboren, freute sich, dass seine Geburtsstadt sich zu ihrer Vergangenheit bekennt. Nach einem Exkurs in die wechselvolle Geschichte ging er auf Erfolge der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ein. Er gratulierte den Partnerhochschulen zum gemeinsamen Studiengang und den guten Bewerberzahlen. Der Ausstellung wünsche ich eine Unmenge von Besuchern, sagte er.

Nähere Erläuterungen zur Ausstellung gab PD Dr. Klaus Neitmann. Er hob die intensive Zusammenarbeit des von ihm als Direktor geleiteten Brandenburgischen Landeshauptarchivs und des polnischen Staatsarchivs in Gorzów bei der Entstehung der Ausstellung hervor. Diese könne auch unter die Überschrift Vom Nebeneinander zum Miteinander gestellt werden. Sie beruhe je zur Hälfte auf Archivalien beider Archive.

Am Beispiel der Stadt Landsberg, die seit 1945 Gorzów Wielkopolski heißt, macht die Ausstellung deutlich, dass die Geschichte Brandenburgs ohne die Geschichte des ehemaligen östlichen Teils mit den historischen Territorien der Neumark und der östlichen Niederlausitz nicht denkbar wäre. Ebenso wird die Bedeutung der deutschen Vergangenheit für die heutige Woiwodschaft Lebus aufgezeigt. Mittels der Archivalien des Stadtarchivs von Landsberg, die zu den größten Schätzen des Staatsarchivs Gorzów gehören, und der Archivalien des Brandenburgischen Landeshauptarchivs wird die Geschichte Landsbergs als Teil der Geschichte Brandenburgs von mehreren Seiten sichtbar gemacht. Auf die Ausstellungseröffnung folgte ein Vortrag von Dr. Falko Neininger, Referatsleiter im Landeshauptarchiv, zum Thema "Landsberg an der Warthe/ Gorzów Wielkopolski, Von der Grenzstadt zum zentralen Ort.

Die intensive Ausstellungstätigkeit ist Bestandteil der kulturellen Bildung und Erziehung unserer Studenten im Bereich der Medienpädagogik, erklärte Prof. Dr. Agnes Saretz. Im Verlaufe von 20 Jahren des Bestehens des bisherigen Fachbereiches Sozialwesen wurden ca. 70 Ausstellungen gezeigt.


Öffnungszeiten der aktuellen Ausstellung:
23. November 2011 bis 29. Januar 2012, 8 bis 18 Uhr (zwischen dem 20. Dezember 2011 und dem 4. Januar 2012 geschlossen) jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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