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EU-Forschungsrahmenprogramm bringt Hochschulen Chancen - Auch Regionalförderung öffnet Perspektiven

02.12.2011 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Forschung und Innovation in einem einzigen Programm sowie stark vereinfachte Regeln und Verfahren unter diesem Motto hat die Europäische Kommission gestern ihren mit Spannung erwarteten Gesetzentwurf für das neue Rahmenprogramm Horizon 2020 präsentiert. Das Programm soll nach dem Willen der Kommission insgesamt 80 Milliarden Euro für die Laufzeit von 2014-2020 bereitstellen.

In vielen Punkten folgt die Kommission den Forderungen der deutschen Hochschulen, bilanzierte HRK-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel am Rande einer UNU-Konferenz in Brügge.

Bereits bestehende Förderinstrumente wie der Europäische Forschungsrat (ERC) oder die Marie Curie-Maßnahmen sollen weitergeführt und ihr Budget teilweise aufgestockt werden. Für die Hochschulforschung in Deutschland sind dies wichtige Förderquellen. Im Falle des ERC entspricht die Aufwertung dem wachsenden Bedarf, im Falle der Marie Curie-Maßnahmen wäre angesichts der teils äußerst niedrigen Erfolgsquoten bei der Antragstellung aber ein deutlicherer Zuwachs begrüßenswert gewesen, so die HRK-Präsidentin. Hinzu kommen in dem Entwurf aber auch neue Instrumente, etwa bei den Schlüsseltechnologien, die ab 2014 mit 13,7 Mrd. EUR gefördert werden sollen. Ein Novum stellten ebenfalls die von der Kommission vorgeschlagenen Förderraten dar, die für Forschungsaktivitäten eine Erstattung von bis zu 100 Prozent der direkten Kosten und einen Pauschalsatz von 20 Prozent für die indirekten Kosten vorsehen.

Wintermantel: Die Kommission bleibt allerdings noch relativ vage, was die genaue Ausgestaltung der Förderung in den einzelnen Programmaktivitäten betrifft, erklärte die HRK-Präsidentin. Wir werden im weiteren Verfahren darauf dringen, dass die viel versprechenden Ansätze nicht verwässern.

Der Vorschlag der EU-Kommission für das Programm Horizon 2020 ist das zweite große Gesetzespaket mit Auswirkungen auf die Hochschulforschung ab dem Jahr 2014. Anfang Oktober veröffentlichte die Kommission bereits ihre Vorstellungen von der künftigen EU-Kohäsionspolitik. Dabei geht es unter anderem um die Verwendung der EU-Strukturfonds für die regionale Förderung von Forschungsinfrastrukturen, Wissenstransfer und der Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern.

Auf einer von der HRK mit den Rektorenkonferenzen Österreichs und Polens organisierten Konferenz im Europäischen Parlament unterstrich HRK-Präsidentin Wintermantel die Rolle der Hochschulen auch in diesem Handlungsfeld: "Je stärker Innovationsziele in der EU-Regionalförderung betont werden, desto entscheidender wird die Bedeutung von Hochschulen als gemeinsames Dach für Forschung, Bildung und Innovation sowie als Schnittstelle zwischen internationaler und regionaler Ebene. Vor ungefähr 100 EU-Parlamentariern und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik forderte sie bessere Kombinationsmöglichkeiten verschiedener EU-Förderinstrumente. Weiterhin sprach sie sich für den Abbau bürokratischer Hürden und eine umfassende Einbeziehung von Hochschulen in die geplanten regionalen Entwicklungsstrategien (Smart Specialization) aus. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.hrk.de
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