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Anpassung an den Klimawandel Weitere Förderung für KLIFF-IMPLAN

19.12.2011 - (idw) Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)

Das Projekt KLIFF Klimafolgenforschung in Niedersachsen wird nach drei Jahren Laufzeit fortgesetzt. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat die Projektförderung für weitere zwei Jahre bewilligt. In ihrer Zwischenevaluation im Oktober bescheinigte die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen dem KLIFF-Verbund große Bedeutung für Niedersachsen. Dabei lobten die Gutachter insbesondere das Teilvorhaben zur räumlichen Planung "KLIFF-IMPLAN" der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und ihrer Partner, der Universität Oldenburg und der Region Hannover, für den querschnittsorientierten und integrativen Ansatz und empfahlen ausdrücklich die Fortsetzung. KLIFF-IMPLAN analysiert und bewertet in Zusammenarbeit von Fachleuten aus Wissenschaft und Planungspraxis die raumbedeutsamen Ergebnisse laufender Forschungen, insbesondere auch aus den fachlichen Teilprojekten von KLIFF, und erarbeitet Beiträge zur Weiterentwicklung der raumplanerischen Prozesse und des Instrumentariums zur Anpassung an den Klimawandel. Dabei werden konkrete Anpassungsmaßnahmen, vor allem in der Regionalplanung, entwickelt und verankert. Auf dieser Grundlage baut KLIFF-IMPLAN ein dauerhaft zu sicherndes Netzwerk in der räumlichen Planung in Niedersachsen auf.

In der zweiten Projektphase von KLIFF-IMPLAN wird zusammen mit der Region Hannover und einer Arbeitsgruppe ausgewählter Praxispartner ein Handlungsleitfaden zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels für die niedersächsischen Träger der Regionalplanung erarbeitet. Er soll Ende 2013 erscheinen.

ARL-Generalsekretär Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich, Sprecher von KLIFF-IMPLAN, zeigte sich hocherfreut über das positive Votum, vor allem, weil die Gutachter den besonderen Stellenwert raumplanerischer Aufgaben herausgestrichen haben, wenn es im Kern darum geht, wie die Gesellschaft gegenüber dem eintretenden Klimawandel und seinen Folgen so vorsorgen kann, dass das Risiko der gesellschaftlichen Verwundbarkeit möglichst gering bleibt.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Schadensanfälligkeit des Raums und der Gesellschaft durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und Technisierung kontinuierlich gestiegen. Wo sich einst hochwasserführende Flüsse in die Fläche ausbreiten konnten, stehen heute Industrieanlagen oder Wohnhäuser. Lagen früher beispielsweise Kartoffeln und Kohlen im häuslichen Keller, finden sich dort heute vielfach empfindliche Heizungsanlagen und Computerarbeitsräume. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht also die jeweilige Gefahr einer Schädigung durch die Folgen des Klimawandels. Damit bewegen sich planerische Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zumindest weitgehend im Bereich der Gefahrenabwehr.

So werden z. B. im Bereich des Küstenschutzes Anpassungsoptionen diskutiert, die von der Ertüchtigung der Hauptdeichlinien über Maßnahmen zur Risikovorsorge vor und hinter den Hauptdeichen bis zu Sturmflutsperrwerk reichen. Für diese Optionen muss die Raumplanung geeignete Handlungs- und Steuerungsansätze bereithalten.

Schon heute wirkt sich der Klimawandel auf Räume und Raumfunktionen aus. Es ergeben sich Nutzungsänderungen, neue Nutzungen und Flächenbedarfe sowie Flächennutzungskonflikte. Daraus resultiert Handlungsbedarf für die räumliche Planung, insbesondere auf der kommunalen und regionalen Ebene. Das ist der Grund, warum sich die ARL, gemeinsam mit der Universität Oldenburg und der Region Hannover mit dem Querschnittsprojekt Implementierung von Ergebnissen aus KLIFF in der räumlichen Planung in Niedersachsen (KLIFF-IMPLAN) am Vorhaben des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Klimafolgenforschung in Niedersachsen (KLIFF) beteiligt, resümiert Dietmar Scholich. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.kliff-implan.de/ http://www.kliff-niedersachsen.de.vweb5-test.gwdg.de/ http://shop.arl-net.de/regionalplanung-und-klimaanpassung-in-niedersachsen.html http://ibumap.uni-oldenburg.de/implan/uploads/E%20Paper9_Gesamt.pdf

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