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Metalle sind Alleskönner

26.09.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Eine internationale Tagung über die Chemie der Alkali- und Erdalkalimetalle beginnt am Montag, 29. September, in der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Uni Würzburg: Auf der ALKCHEM-3 treffen sich am Hubland rund 150 Wissenschaftler und Studierende aus zwölf Nationen, um neueste Forschungsergebnisse auszutauschen.


Autoreifen und Laptop - der Würzburger Chemie-Professor Dietmar Stalke zeigt einige der vielen Alltagsgegenstände, die es ohne Lithium so nicht gäbe. Mit diesem und anderen Metallen befasst sich eine Tagung. Foto: Institut für Anorganische Chemie "Alkali- und Erdalkalimetalle sind chemische Alleskönner und im täglichen Leben allgegenwärtig", so Prof. Dr. Dietmar Stalke vom Institut für Anorganische Chemie, der die Tagung ausrichtet. Als Beispiel nennt er das Metall Lithium: Dieses ist viel weicher als Aluminium, verleiht diesem aber in Legierungen, wie sie zum Beispiel im Flugzeugbau verwendet werden, eine viel höhere Festigkeit. Lithium ist auch Bestandteil eines sehr wirksamen Medikaments gegen Depressionen und steckt zudem in Lithium-Ionen-Akkus in Handys oder Laptops. Selbst Autoreifen sind ohne dieses Metall nicht denkbar.

Ohne Magnesium und Calcium würden weder die Dolomiten noch die Knochen des Menschen existieren. Auch bei der Synthese von Zielmolekülen, wie sie für neue Medikamente und Hochleistungswerkstoffe mit maßgeschneiderten Eigenschaften (Härte, Hitzestabilität, Leitfähigkeit) gefordert werden, spielen diese Metalle eine wichtige Rolle.

Die ALKCHEM-3 bietet ein Forum, auf dem sich weltweit führende Forscher und Industriechemiker auf diesem Gebiet austauschen. So kann die universitäre Grundlagenforschung unmittelbar zur Anwendung gebracht werden und die Forscher können sich über die Bedürfnisse der Industrie informieren. "Für die Motivation neuer Wissenschaftler-Generationen ist es wichtig, den Dialog zwischen Spitzenforschung und Anwendung zu fördern", meint Prof. Stalke. Die Tagung endet am 2. Oktober.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Dietmar Stalke, T (0931) 888-4783 oder 888-4782, Fax (0931) 888-4619, E-Mail:
dstalke@chemie.uni-wuerzburg.de
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