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Wirtschaftswissenschaftler der Hochschule Harz erhält Forschungspreis des Landes Sachsen-Anhalt

20.12.2011 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Anfang Dezember 2011 wurden im Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben die diesjährigen Forschungspreise des Landes Sachsen-Anhalt vergeben. Im Rahmen eines eindrucksvollen Festakts verlieh Marco Tullner, Staatssekretär am Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller von der Hochschule Harz den Forschungspreis für angewandte Forschung. Dadurch wurde erstmals ein Wirtschaftswissenschaftler mit dem 1998 ins Leben gerufenen Forschungspreis ausgezeichnet; zugleich ist Prof. Angermüller der erste Preisträger der Hochschule Harz und erhält neben einer Urkunde der Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, mit dem seine weitere Forschungsarbeit unterstützt werden soll.

Die Laudatio auf den Preisträger Angermüller hielt der Rektor der Hochschule Harz, Prof. Dr. Armin Willingmann. Der Rektor stellte den mehr als 100 anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Preisträger sowie dessen Forschungsarbeit zu adäquatem Risikomanagement bei Finanzkrisen vor. Dabei betonte er die besondere Aktualität der Arbeiten und deren interdisziplinäre Anlage: Die Mitglieder der Hochschule Harz freuen sich mit dem Preisträger und wir sind auch ein wenig stolz darauf, mit Professor Angermüller einen exzellenten Wirtschaftswissenschaftler im Land halten zu können, der auch andernorts gefragt ist, verriet Willingmann: Das bestätigt unsere Berufungspolitik und die Attraktivität der Hochschule Harz als Arbeitsplatz. Mit der Auszeichnung eines Wirtschaftswissenschaftlers einer Hochschule für angewandte Wissenschaften zeige sich auch, dass die Diskussion um die Forschung an Fachhochschulen und deren Abgrenzung zu den Universitäten zunehmend müßig werde; beide Hochschulformen hätten einen eigenen Forschungsauftrag und trügen zum Erkenntnisgewinn bei, in Sachsen-Anhalt auch in beachtlichem Umfange kooperativ und gemeinsam mit der Wirtschaft, so der Laudator. Vor diesem Hintergrund und angesichts der herausragenden Leistungen der heute ausgezeichneten Wissenschaftlerin und ihrer beiden männlichen Kollegen muss allerdings allen Verantwortlichen in Politik und Wissenschaft klar sein, dass Forschungspreise keine gesicherte Forschungsfinanzierung ersetzen können, fügte Willingmann, der zurzeit auch Präsident der Landesrektorenkonferenz ist, mit Blick auf die aktuelle Haushaltsdebatte im Magdeburger Landtag hinzu.

Im Anschluss präsentierte Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller dem interessierten Publikum seine Forschungsergebnisse. In seiner Rede dankte er u.a. dem Kollegium der Hochschule Harz sowie dem Rektorat für die guten Arbeitsbedingungen und den Freiraum, welche seine Forschungsaktivitäten erst ermöglichen. Die Märkte brauchen Glaubwürdigkeit, diese müssen sie nach der 2008 einsetzenden Finanzkrise erst wieder zurückgewinnen, stellt Angermüller die zentrale ,Währung' der Finanzmärkte als Quintessenz heraus.

Der erst vierte Preisträger einer Fachhochschule ist gebürtiger Harzer und Autor zahlreicher - auch internationaler - Beiträge zu Rechnungswesen sowie Finanz- und Risikomanagement. Im Anschluss an sein Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Göttingen und Nottingham war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Globalisierung und Europäisierung der Wirtschaft an der Universität Göttingen beschäftigt. Seit 2003 arbeitete er für die international tätige Revision der Volkswagen Bank GmbH, wo er mit nationalen und internationalen Prüfungen betraut war, bevor er als Manager für Risk and Development in die irische Niederlassung nach Dublin wechselte. Der Wirtschaftswissenschaftler teilt sich den diesjährigen Preis für angewandte Forschung mit Prof. Dr. rer. nat. habil. Gotthard Kunze vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben. Weiterhin erhielt Dr. rer. nat. Daniela C. Diederich vom Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg den Forschungspreis für Grundlagenforschung für ihre Untersuchungen zu zellulärer Kommunikation im Gehirn. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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