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Forschungsschwerpunkt zur Internetökonomie: "InterMedia" untersucht Strukturwandel der Medien

27.09.2003 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

München, 26. September 2003 - An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München startet zum 1. Oktober 2003 der interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt (FSP) "InterMedia". Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte FSP beschäftigt sich mit den strukturellen Veränderungen durch das breitbandige Internet in Verlagen, Sendern und anderen Medienhäusern.

"InterMedia" ist interdisziplinär angelegt. An dem Forschungsprojekt beteiligen sich Fachvertreter des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien (Professor Thomas Hess), des Instituts für Information, Organisation und Management (Professor Arnold Picot), des Instituts für Informatik (Professor Claudia Linnhoff-Popien, Professor Heinrich Hußmann) und des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (Professor Hans-Bernd Brosius, Professor Werner Wirth).

Der Forschungsschwerpunkt ist auf knapp vier Jahre angelegt und wird mit ca. 2,6 Millionen Euro durch das BMBF gefördert. Um die sieben nationalen Forschungsgruppen zum Thema Internetökonomie hatten sich über 100 Forschergruppen beworben.

"InterMedia" untersucht die Auswirkungen des Strukturwandels in der Medienwirtschaft hin zur Internetökonomie. Insbesondere Medienhäuser stehen durch den notwendigen Ausbau der netztechnischen Infrastruktur vor neuen Herausforderungen. Der Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich daher in zehn Teilprojekten mit Chancen und Risiken, die sich aus mobilen Netzen, interaktiven Zugangsmöglichkeiten sowie der Konvergenz von Netzen und Endgeräten für die Medienbranche ergeben.

Das Themenspektrum des interdisziplinär ausgerichteten Forschungsschwerpunktes reicht von peer-to-peer basierten Tauschbörsen, wie etwa "Napster" oder "KaZa", über Handydienste bis zur möglichen Konvergenz von Fernsehinhalten. Ein Teilprojekt unter der Leitung von Professor Arnold Picot analysiert beispielsweise die Überarbeitung und Neuausrichtung der Wertschöpfungskette in der Medienbranche unter dem Einfluss von Digitalisierung und Internettechnologie. Daneben stehen die Anwendungsentwicklung für Inhalteanbieter und die Inhaltevermittlung in mobilen Netzen im Fokus der Forscher.

"InterMedia" soll eng mit der Praxis verzahnt werden. Deshalb steht ein Beirat allen Mitarbeitern des FSP beratend zur Seite, an dem neben Wissenschaftlern der LMU auch Praxisvertreter beteiligt sind. In den Teilprojekten sind Kooperationen mit Medienunternehmen, insbesondere aus dem Münchner Raum, geplant. Die Ergebnisse fließen vor allem in den Studiengang Medieninformatik ein und stellen somit auch die Verknüpfung von Forschung und Lehre sicher.

Ansprechpartner:

Professor Thomas Hess
Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien (WIM)
Ludwigstraße 28, 80539 München
Tel.: 089/2180-6391
E-Mail: thess@bwl.uni-muenchen.de
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