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Die Jeckes ihre Geschichte, ihre Literatur

20.01.2012 - (idw) Universität Augsburg

Drei öffentliche Abendveranstaltungen im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg begleiten am 27., 28. und 29. Februar 2012 den Workshop "Literatur und Hybridität Die Literatur der Jeckes" der Literaturwissenschaftlerinnen Julia Matveev (Haifa) und Bettina Bannasch (Augsburg). Augsburg/BB/KPP - In Kooperation mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg und in dessen Räumen veranstalten die Literaturwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Julia Matveev von der Universität Haifa und Prof. Dr. Bettina Bannasch von der Universität Augsburg vom 27. bis zum 29. Februar 2012 unter dem Titel "Literatur und Hybridität" einen Workshop über "die Literatur der Jeckes". Begleitet wird dieser Workshop von einem dreiteiligen Abendprogramm, zu dessen Veranstaltungen auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist.

Viele der in den 1930er Jahren nach Israel ausgewanderten deutschen Juden hielten in der neuen, alten Heimat an den Gebräuchen des Landes fest, aus dem sie gekommen waren. Eine der möglichen Aufschlüsselungen für die Bezeichnung "Jecke" wird aus dem europäischen Erscheinungsbild der Auswanderer abgeleitet, die auch bei hohen Temperaturen ihre (Anzug-)Jacken nicht ablegten. Auch wenn diese Herleitung des Wortes nicht gesichert ist, so verweist sie doch auf die Besonderheit, welche die Jeckes von ihren Mitbürgern unterschied: auf ihre eindringliche Beharrlichkeit, mit der sie sich der Bewahrung und Pflege der deutschen Sprache und Kultur in Israel verschrieben. Es entstand eine besondere Form der deutsch-jüdischen Literatur. Im Widerspiel mit der Kultur der neuen Heimat und ihrer Amtssprache, dem Neuhebräischen, fand und findet diese Literatur bis heute zu eigenen Themen, Ausdrücken und Klängen.

Vom 27. bis zum 29. Februar 2012 ist diese Literatur Gegenstand eines Workshops zum Thema "Literatur und Hybridität Die Literatur der Jeckes". Drei Tage lang befassen sich hier Studierende und Doktoranden mit der Frage nach möglichen Charakteristika eines spezifisch "jeckeschen" Erzählens. Der Workshop wird geleitet von Prof. Dr. Julia Matveev (Allgemeine Literaturwissenschaft, Universität Haifa) und Prof. Dr. Bettina Bannasch (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Universität Augsburg).

Dreiteiliges öffentliches Abendprogramm

Der Workshop wird begleitet von einem öffentlichen Abendprogramm, das an den drei folgenden Workshop-Tagen im Festsaal des Jüdischen Kulturmuseums stattfindet:

Am 27. Februar beginnt um 19.00 Uhr ein Vortrag von Dr. Mirjam Zadoff von der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Titel " Die Loreley am Yarkon. Zur Geschichte der Jeckes".

Der Abend des 28. Februar ist von 18.00 bis ca. 20.30 Uhr der Vorführung der Romanverfilmung "Das Haus in der Karpfengasse" gewidmet. Der Roman von
Moscheh Yaakov Ben-Gavriêl (d. i. Eugen Hoeflich) ist 1958 erschienen, die Erstausstrahlung der Verfilmung in drei Teilen erfolgte 1965 (Regie: Kurt Hoffmann. Mit Edith Schultze-Westrum, Wolfgang Kieling, Jana Brejchová, Rosel Schäfer, Walter Buschhoff u. a.).

Zum Abschluss bietet das Abendprogramm des Workshops am 29. Februar schließlich eine um 19.00 Uhr beginnende Lesung aus Werken von Jenny Aloni, Werner Kraft, Max Brod, Max Zweig, Ilana Shmueli u. a. Die Auswahl der Texte wurde durch Studierende der Universität Augsburg besorgt. Es lesen Daniela Nering und Florian Fisch vom sensemble Theater Augsburg.


Veranstaltungsort ist jeweils der Festsaal der Synagoge im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
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Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Bettina Bannasch
Telefon 0821/598-2788
bettina.bannasch@phil.uni-augsburg.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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