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Ergebnisse der Wintersitzungen des Wissenschaftsrates (Berlin, 25 - 27. Januar 2012)

30.01.2012 - (idw) Wissenschaftsrat

Auf den diesjährigen Januarsitzungen des Wissenschaftsrates (25. 27 Januar) ist der Aachener Ingenieurwissenschaftler Wolfgang Marquardt erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Er ist das einzige männliche Mitglied in der ansonsten rein weiblich besetzten Führungsriege des Wissenschaftsrates. So haben für die Wissenschaftliche Kommission erstmals zwei Wissenschaftlerinnen den Vorsitz übernommen. Regina T. Riphahn, Professorin für Statistik und empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg, ist neue Vorsitzende, ihre Stellvertreterin ist die Bremer Meeresbiologin Antje Boetius.

Die Verwaltungskommission wird schon seit einem Jahr von einem weiblichen Führungsduo angeführt, das aus Cornelia Quennet-Thielen, Staatsekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, und Johanna Wanka, der Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, besteht.

Erstmals in seiner Amtszeit empfing Bundespräsident Christian Wulff die Mitglieder des Wissenschaftsrates in Schloss Bellevue und setzte damit eine Tradition seiner Vorgänger fort.

Zu den Ergebnissen der Sitzungen:

In einem Positionspapier nimmt der Wissenschaftsrat Stellung zur Versorgungsstruktur mit Kapazitäten des Hoch- und Höchstleistungsrechnens in Deutschland und schlägt deren strategische Weiterentwicklung vor. Betont wird die große Bedeutung, die der Verfügbarkeit von Infrastrukturen des Hoch- und Höchstleistungsrechnens für die Zukunftsfähigkeit von Forschung und Wissenschaft in Deutschland zukommt. Plädiert wird zudem für die Einrichtung von Kompetenzzentren, die leistungsfähige Rechnerinfrastrukturen und entsprechende Methodenkompetenz zusammenbringen. In jeder Leistungsklasse soll es mehrere solcher Zentren geben, die jeweils spezifisch auf eine Klasse von Anwendungen zugeschnittene Rechnerarchitekturen und methodenwissenschaftliche Forschung betreiben und sich so gegenseitig zu einer optimalen Versorgungsstruktur für alle Anwender in Deutschland ergänzen.

Verbesserungen in den Forschungsleistungen und im institutionellen Aufbau hat der Wissenschaftsrat in vier Ressortforschungseinrichtungen des Bundes wenige Jahre nach ihrer ersten Evaluierung festgestellt. Zum zweiten Mal stellt er der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Braunschweig und Berlin, ein hervorragendes Zeugnis als international führende metrologische Einrichtung aus und betont ihre Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln, hat ihre positive Entwicklung weiter fortgesetzt und besitzt nach Auffassung des Wissenschaftsrates das Potenzial, zu einem Kompetenzzentrum für gesundheitliche Prävention zu werden. Als einen ersten Schritt in die richtige Richtung bewertet der Wissenschaftsrat die Entwicklung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn, das bei der Begutachtung im Jahr 2004 aufgrund seiner unzureichenden Forschungstätigkeit kritisiert worden war. Die Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik (FWG), Kiel, wurde nach der Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2008 mit der Wehrtechnischen Dienststelle 71, Eckernförde, zusammengeführt. Die damit einhergehenden Herausforderungen sieht der Wissenschaftsrat insgesamt gut bewältigt.

Im Rahmen der Institutionellen Akkreditierung wurden drei Verfahren beraten. In zwei Fällen gelangt der Wissenschaftsrat zu einer positiven, in einem Fall zu einer negativen Akkreditierungsentscheidung. Zu einer insgesamt sehr zufriedenstellenden Bewertung gelangt der Wissenschaftsrat im Fall der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Hochschule wurde 2003 vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) als spezialisierte Fachhochschule für den Finanzdienstleistungsbereich gegründet und hat ihren Hauptsitz in Bonn. Positiv bewertet wird auch die 2000 gegründete SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien Calw, die sich fachlich auf die Bereiche Betriebswirtschaft, speziell Steuer- und Prüfungswesen, sowie Medien- und Kommunikationsmanagement konzentriert. Negativ fällt die Akkreditierungsentscheidung des Wissenschaftsrates im Verfahren der International University of Cooperative Education (IUCE) Freiburg i. Gr. aus, die ihren dualen Studienbetrieb mit Billigung des Landes Baden-Württemberg zum Wintersemester 2009/2010 ohne staatliche Anerkennung aufgenommen hat. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.wissenschaftsrat.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-ab-1980/
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