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1.500 Fußballfelder Wald Masterarbeit der Hochschule Esslingen ermittelt Kohlendioxid-Fußabdruck

01.02.2012 - (idw) Hochschule Esslingen

(Esslingen) Würde man den Gesamtausstoß von Kohlendioxid der Hochschule Esslingen kompensieren wollen, wären ca. 1.076 Hektar Wald notwendig, was einer Fläche von ca. 1.500 Fußballfeldern entspricht. Natürlich ist es der Hochschule nicht möglich, soviel Wald zu pflanzen. Allerdings können mit Hilfe der Masterarbeit von Carolin Agner nun verstärkt Maßnahmen abgeleitet werden, die den CO2-Ausstoß der Hochschule in hohem Maße beeinflussen. In ihrer Masterarbeit hat sich Carolin Agner, die im Studiengang Energie- und Gebäudemanagement studierte, mit dem klimaschädlichen Gas Kohlendioxid beschäftigt. Sie ermittelte den CO2-Fußabdruck der Hochschule Esslingen aufgrund Daten aus dem Jahr 2010. Da sich die Hochschule Esslingen in diesem Jahr nach dem Gemeinschaftssystem für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) validieren wird, kam die Idee auf, zuerst einmal zu schauen, wo die größten Emissionsbereiche liegen, sagte Anja Kordowich, die das Projekt als Umweltmanagerin koordiniert.

Das EMAS-Projekt wird gemeinsam mit einem Partner aus der Wirtschaft erarbeitet. Im Konvoi mit der Drees & Sommer AG, die in vielen deutschen Städten ansässig ist und bautechnische Beratung und Projektmanagement anbietet, stellt sich die Hochschule Esslingen der Aufgabe, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Dieser in Baden-Württemberg bisher einzigartige Konvoi wurde vom Umweltministerium speziell gefördert.

Carolin Agner untersuchte den CO2-Ausstoß aller drei Standorte der Hochschule im Jahr 2010, basierend auf den direkten Treibhausgasemissionen, z. B. Wärmeerzeugung und Fuhrpark, und den indirekten Emissionen, z. B. Papierverbrauch, Strom und Pendlerverkehr.

Zusammengefasst ergaben sich für das Jahr 2010 CO2-Emissionen in Höhe von 10.757 t CO2 für die Hochschule Esslingen. Es zeigt sich, dass fast zwei Drittel der Emissionen durch Mobilität, also Pendlerverkehr, Dienstreisen, Studierendenaustausch und hochschuleigener Fuhrpark, entstehen. Etwas mehr als ein Drittel Emissionen entstehen durch die Energiebereitstellung für die Hochschule Esslingen. Die CO2-Emissionen aus den Bereichen Papierverbrauch und Entsorgung spielen hingegen keine große Rolle in der gesamten CO2-Bilanz. Bezogen auf die Anzahl der Hochschulmitglieder bedeutet das Ergebnis eine jährliche CO2-Emmision von 1,56 t/Person, was ungefähr 14 % der jährlichen CO2-Emission eines Bundesbürgers entspricht.

Im sogenannten Umweltprogramm der Hochschule, das die Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung in den nächsten Jahren beinhaltet, wurden bereits Möglichkeiten festgelegt, die den CO2-Ausstoß verringern, erklärt Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hochschule Esslingen und betreuender Professor der Masterarbeit. Zum Beispiel könne Primärenergie eingespart werden. Auf Basis des ermittelten CO2-Ausstoßes können nun weitere Möglichkeiten untersucht und in das Umweltprogramm aufgenommen werden. Carolin Agner, die die zahlreichen Daten in mühevoller Kleinarbeit für ihre Masterarbeit gesammelt und verarbeitet hat, ist zufrieden mit ihrer für die Zukunft sehr wichtigen Arbeit. Mit meiner Masterarbeit habe ich einen Standard geschaffen, der die Ermittlung von zukünftigen CO2-Fußabdrücken erleichtert und so CO2-Einsparungen besser sichtbar machen kann.


Kontakt:
Dipl.-Ökon. Anja Kordowich
Umweltmanagerin
Hochschule Esslingen
Anja.kordowich@hs-esslingen.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.hs-esslingen.de
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