Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Mai 2013 

Dichter und Lenker: Über die Literatur der Staatsmänner, Päpste und Despoten

05.02.2012 - (idw) Universität Augsburg

Eine interdisziplinäre Tagung des Elitestudiengangs "Ethik der Textkulturen" im Rahmen des Brecht Festivals Augsburg 2012 vom 9. bis zum 11. Februar 2012 Augsburg/KPP Herausragende Herrscherfiguren der letzten 500 Jahre und deren literarische Produktion im jeweiligen historischen Kontext sind Gegenstand einer Tagung des Elitenetzwerk Bayern-Masterstudiengangs "Ethik der Textkulturen", die Dr. Saskia Wiedner und Patrick Ramponi vom Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg als Beitrag zum Programm des Brecht Festivals Augsburg 2012 konzipiert und organisiert haben. Diese Tagung "Dichter und Lenker. Die Literatur der Staatsmänner, Päpste und Despoten vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart" findet vom 9. bis zum 11. Februar 2012 im Augsburger Rathaus (Rathausplatz 2, 86150 Augsburg) und in "Brechts Bistro" (Auf dem Rain 6, 86150 Augsburg) statt. Abgesehen vom Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Albrecht Koschorke am 9. Februar um 18.00 Uhr im Goldenen Saal des Rathauses und von der Lesung mit Abbas Khider am 10. Februar um 20.30 Uhr in "Brechts Bistro" ist der Eintritt zu allen Vorträgen der Tagung frei.

Poesie und Politik stehen seit alters her in einem Verwandtschaftsverhältnis. Bis in die Antike zurück reicht der Mythos vom Dichter als Souverän. Umgekehrt haben politische Machthaber immer wieder die Nähe zu den Schriftstellern gepflegt und öffentlich inszeniert.

Bertolt Brechts Verse und Aphorismen über Stalin sind als Dokumente im Kampf gegen den Faschismus ebenso kritisch wie historisch zu lesen. Dass auch Stalin Gedichte geschrieben hat, ist demgegenüber weniger bekannt. Wohl nicht zu Unrecht haftet dem Herrscherlob der Beigeschmack des Vulgären an, aber auch umgekehrt kann man sagen: Wenn Staatsmänner zur Feder greifen, dann entstehen nicht selten literarische Schöpfungen zweifelhafter Qualität.

Die interdisziplinäre Tagung möchte demgegenüber eine komplexere kultur- und funktionsgeschichtliche Perspektive einnehmen. Schlaglichtartig sollen herausragende Herrscherfiguren und deren literarische Produktion vor der Folie ihrer politischen Handlungen, des literarischen Feldes ihrer Zeit und ihrer psychohistorischen Dimensionen beleuchtet werden. Literaturwissenschaftler und Historiker werden sich mit so unterschiedlichen dichtenden Staatslenkern in- und außerhalb Europas wie Kardinal Richelieu, Friedrich dem Großen, Ludwig I von Bayern, Elisabeth von Österreich, Katharina der Großen, Theodore Roosevelt, Muammar al-Gaddafi, Papst Johannes Paul II u. a. beschäftigen.
________________________________________

Ausführliches Tagungsprogramm und weitere Informationen im Anhang
________________________________________

Ansprechpartnerin:

Dr. Saskia Wiedner
Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5629
saskia.wiedner@phil.uni-augsburg.de
________________________________________

Die Tagung "Dichter und Lenker" wird unterstützt von der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
________________________________________

Zum Brecht Festival Augsburg 2012: http://www.brechtfestival.de
________________________________________

Zum Studiengang "Ethik der Textkulturen": http://www.philhist.uni-augsburg.de/ethik/ jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.brechtfestival.de http://www.philhist.uni-augsburg.de/ethik/ Anhang
Programmflyer der Tagung "Dichter und Lenker"

uniprotokolle > Nachrichten > Dichter und Lenker: Über die Literatur der Staatsmänner, Päpste und Despoten
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/231680/">Dichter und Lenker: Über die Literatur der Staatsmänner, Päpste und Despoten </a>