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Gleichstellung an Hochschulen: mehr als 30 Prozent der Hochschulleitungen mit Frauen besetzt06.02.2012 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Niedersachsen will Wissenschaftlerinnen gezielt fördern
HANNOVER. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der im vergangenen Jahr in Niedersachsen berufenen Professuren waren Frauen. Grund dafür ist auch die intensive Beteiligung niedersächsischer Hochschulen an dem von Bund und Länder 2007 gestarteten Professorinnenprogramm, mit dem von 260 bundesweit neu geschaffenen Professorinnenstellen allein 34 in Niedersachsen aufgebaut werden konnten. Das bis 2012 angelegte Programm dient der gezielten Steigerung des Frauenanteils an Hochschulen und ist mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro ausgestattet, wovon der Bund einen Anteil von 75 Millionen Euro trägt. Länder und Hochschulen finanzieren den anderen Teil. Niedersachsen fördert das Programm mit 5,1 Millionen Euro.
Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat jetzt ein positives Fazit der ersten fünf Jahre des Professorinnenprogramms gezogen: Niedersachsen hat bereits viel für die Gleichstellung an den Hochschulen getan. Dies belegen auch die heutigen Quoten. Wir wollen auch künftig Frauen in der Wissenschaft und an Hochschulen ganz gezielt weiter fördern. Daher wird sich das Land Niedersachsen auch für eine mögliche Fortsetzung des Professorinnenprogramms über das Jahr 2012 hinaus einsetzen. Ministerin Wanka betonte in diesem Zusammenhang, dass Gleichstellung auch bis in die Spitzenpositionen gefördert werden müsse. In Niedersachsen sind bereits mehr als 30 Prozent der Hochschulleitungen mit Frauen besetzt. Auch in den Hochschulräten sind Frauen mit einem Anteil von 40 Prozent im Bundesvergleich weit überdurchschnittlich vertreten.
In Hannover sind heute erstmalig alle im Rahmen des Professorinnenprogrammes berufenen Professorinnen zu einem Erfahrungsaustausch zusammengekommen. Sie diskutierten mit Ministerin Wanka, den Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen und zahlreichen Vertretern aus den jeweiligen Hochschulleitungen auch über die Weiterentwicklung von Gleichstellungsprogrammen an niedersächsischen Hochschulen. Wir können viel für die Gleichstellung erreichen, wenn wir uns über gesammelte Erfahrungen und erfolgreich praktizierte Methoden intensiver austauschen. Die Hochschulen können sich gegenseitig unterstützen und Anregungen weitergeben. Alle niedersächsischen Hochschulen haben ihre Gleichstellungskonzepte durch das Professorinnenprogramm überprüfen lassen und wurden positiv evaluiert.
Aus dem Professorinnenprogramm konnten bislang 10,6 Millionen Euro, also über14 Prozent des vom Bund bereitgestellten Fördergeldes, in Niedersachsen umgesetzt werden. Gerade im Vergleich zum Königsteiner Schlüssel, der für Niedersachsen eine grundsätzliche Verteilquote von 9,3 Prozent benennt, wird das überdurchschnittlich erfolgreiche Abschneiden deutlich.
Derzeit sind an den niedersächsischen Hochschulen 23,6 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt. Bundesweit sind es 19,2 Prozent.
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