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Ausstellung: Europas Blick auf fremde Religionen

06.02.2012 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Auseinandersetzung mit fremden Religionen im Europa der frühen Neuzeit ist Thema einer Ausstellung, die die Universitätsbibliothek Heidelberg zeigt. Sie präsentiert 172 Exponate, darunter befinden sich vor allem zeitgenössische Bildwerke und Publikationen zu heidnischen Glaubensvorstellungen, Göttern und Kulten. Vor dem Hintergrund des religionsgeschichtlichen und ethnographischen Wissens der Zeit geht es um einen Kulturvergleich zwischen Fiktion und Polemik. Die Ausstellung Götterbilder und Götzendiener in der Frühen Neuzeit Europas Blick auf fremde Religionen wird vom 15. Februar bis 25. November 2012 zu sehen sein. Die Eröffnung findet am 14. Februar statt. Pressemitteilung
Heidelberg, 6. Februar 2012

Ausstellung: Europas Blick auf fremde Religionen
Universitätsbibliothek zeigt Götterbilder und Götzendiener in der Frühen Neuzeit

Die Auseinandersetzung mit fremden Religionen im Europa der frühen Neuzeit ist Thema einer Ausstellung, die die Universitätsbibliothek Heidelberg zeigt. Sie präsentiert 172 Exponate, darunter befinden sich vor allem zeitgenössische Bildwerke und Publikationen zu heidnischen Glaubensvorstellungen, Göttern und Kulten. Vor dem Hintergrund des religionsgeschichtlichen und ethnographischen Wissens der Zeit geht es um einen Kulturvergleich zwischen Fiktion und Polemik. Konzipiert wurde die Schau von Wissenschaftlern der Transkulturellen Studien an der Ruperto Carola und Kunsthistorikern der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Heidelberg. Die Ausstellung Götterbilder und Götzendiener in der Frühen Neuzeit Europas Blick auf fremde Religionen wird vom 15. Februar bis 25. November 2012 zu sehen sein. Die Eröffnung findet am 14. Februar statt.

Europas Blick auf die Religionen der Welt wechselte in der Frühen Neuzeit zwischen Anziehung und Abstoßung, zwischen Furcht vor dem Unbekannten und gleichzeitiger Faszination, erläutern die Organisatoren der Ausstellung. Neben die Konflikte um die verschiedenen innereuropäischen Glaubensrichtungen trat seit dem 16. Jahrhundert verstärkt die Auseinandersetzung mit fremden Religionen. Diese waren nicht nur in Asien, Afrika und Amerika zu finden, sondern auch in der Vergangenheit der Alten Welt, etwa in der Antike. Diese Erweiterung des europäischen Blicks führte zugleich zu einem vertieften Bewusstsein von der Identität der eigenen Kultur und ihren historischen Bedingungen, sagt Dr. Cornelia Logemann, Leiterin der Gruppe Prinzip Personifikation in den Transkulturellen Studien. Bei der Formierung dieser Vorstellungen vom späten 15. Jahrhundert bis ins mittlere 18. Jahrhundert spielten neben Texten von Anfang an auch Bilder, zumeist Buchillustrationen, eine zentrale Rolle.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Sektionen. Neben dem Blick auf alle Religionen und Riten der Welt geht es um die antiquarisch-historische Forschung. Thematisiert werden auch Bildwerke, Objekte, Architekturen die Rolle von Kunst und Künstlern, Polemik und Poetik sowie die Erkundung der Welt und ethnographische Interessen. Die Exponate stammen zum größten Teil aus der Universitätsbibliothek Heidelberg. Weitere Objekte steuern die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart, die Universitätsbibliotheken Augsburg und Mannheim sowie die Bayerische Staatsbibliothek München bei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Dieser ergänzt die wissenschaftliche Beschreibung und die Illustration der Exponate um eine Sammlung von zehn Essays, in denen die Bedeutung zentraler Werke und ihrer Autoren dargelegt werden.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, 14. Februar, lädt die Universitätsbibliothek Heidelberg in die Aula der Alten Universität ein. Mit einem Grußwort wendet sich Bibliotheksdirektor Dr. Veit Probst an die Gäste. Die Einführung in die Konzeption übernehmen Dr. Cornelia Logemann von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Ulrich Pfisterer vom Institut für Kunstgeschichte der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Prof. Dr. Sabine G. MacCormack, University of Notre Dame (Indiana, USA), spricht in ihrem Festvortrag über Sitten erforschen um Sitten zu bilden: Rom und die klassische Antike in Amerika. Die Eröffnungsveranstaltung in der Alten Universität beginnt um 18 Uhr. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung in der Universitätsbibliothek zu besichtigen.

Die Ausstellung Götterbilder und Götzendiener in der Frühen Neuzeit Europas Blick auf fremde Religionen wird in der Universitätsbibliothek, Plöck 107-109, gezeigt. Sie ist täglich (außer an Feiertagen) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Eine virtuelle Präsentation ist im Internet unter der Adresse http://goetterbilder2012.uni-hd.de abrufbar.


Hinweis an die Redaktionen:
Digitales Bildmaterial ist in der Pressestelle erhältlich.

Kontakt:
Dr. Sabine Gehrlein
Universitätsbibliothek Heidelberg
Telefon (06221) 54-2581
Gehrlein@ub.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
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