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Carl Friedrich Gethmann verlässt Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler09.02.2012 - (idw) Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH
ACHTUNG: SPERRFRIST DONNERSTAG, 8. FEBRUAR 2012, 23.00 UHR!
Nach 16 Jahren und 30 abgeschlossenen Forschungsprojekten:
Carl Friedrich Gethmann verlässt Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler
Bad Neuenahr-Ahrweiler, 8. Februar 2012. Professor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann, Geschäftsführer und Direktor der Europäischen Akademie GmbH, wurde heute nach 16 erfolgreichen Jahren verabschiedet. Die Feier fand in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit einer Kollegiumssitzung und einem Festakt mit über einhundertfünfzig geladenen Gästen statt.
Philosophieprofessor Gethmann ist Gründungsdirektor des Forschungsinstituts im Ahrtal, das 1996 im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs ins Leben gerufen wurde. Von Beginn an prägte er maßgeblich die bis heute geltende interdisziplinäre Arbeitsmethode der Akademie: Wissenschaftler erforschen innerhalb von Projektgruppen die Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen; nach einer Laufzeit von durchschnittlich zweieinhalb Jahren stellen sie die Ergebnisse dann in Form von Handlungsempfehlungen Interessierten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zur Verfügung. So wurden in den vergangenen 16 Jahren rund 30 große Projekte in den Bereichen Technik, Umwelt und Medizin durchgeführt. Die Themenvielfalt erstreckt sich dabei von der Abschätzung von Chancen und Risiken der Nanotechnologie über Fragen zur Lärmproblematik bis hin zur ethischen Bewertung der Organspende. Das Kollegium umfasst alle Wissenschaftler, die bisher an Forschungsprojekten der Akademie mitgewirkt haben; es zählt inzwischen über 160 Mitglieder, die an Forschungseinrichtungen und Universitäten in ganz Europa tätig sind und während einer Projektgruppenlaufzeit regelmäßig zu Sitzungen ins Ahrtal kommen. Neben der Forschungsarbeit ist auch die regionale Vernetzung von großer Bedeutung für die Akademie. So führt der Verein der Förderer der Europäischen Akademie immer wieder öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise das Ahrtalgespräch im Rathaus durch, bietet mit dem Arbeitskreis Medizinethik Ärzten aus der Region ein Diskussionsforum und lädt zu Kunstvernissagen in die Räume der Akademie ein.
Auf der heutigen Verabschiedungsfeier fand im Rahmen der Kollegiumssitzung eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft in den Medien. Popularisierung, Trivialisierung und Kulturkampf? statt, an der neben Gethmann Dr. habil. Reinhard Breuer (Spektrum der Wissenschaft) und Christian Geyer (Frankfurter Allgemeine Zeitung) teilnahmen und die von Thorsten Jantschek (Radio Bremen) moderiert wurde. Nach Grußworten der Gesellschafter der Akademie (Land Rheinland-Pfalz und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.) und des Bürgermeisters von Bad Neuenahr-Ahrweiler ging Philosophieprofessor Dr. Michael Quante (Universität Münster) in seinem Festvortrag auf Die Tugenden der Interdisziplinarität ein.
Gethmann, der auch Professor am Institut für Philosophie der Universität Duisburg-Essen ist und eine Honorarprofessur an der Universität zu Köln inne hat, war von 2006 bis 2008 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V. und ist Mitglied renommierter Akademien wie der Deutschen Nationalakademie Leopoldina, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Nach dem Ende seiner Tätigkeit an der Europäischen Akademie wird Gethmann nicht an das Institut für Philosophie der Universität Duisburg-Essen zurückkehren, sondern einem Ruf an das Forschungskolleg Zukunft menschlich gestalten der Universität Siegen folgen.
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Über die Europäische Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler:
Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler gGmbH wurde 1996 vom Land Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) gegründet. Direktor der Gesellschaft ist der Philosophieprofessor Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann. Wissenschaftlich-interdisziplinäre Arbeitsgruppen widmen sich der Erforschung und Beurteilung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen für das individuelle und soziale Leben des Menschen und seine natürliche Umwelt. In wissenschaftlicher Unabhängigkeit führt die Akademie einen Dialog mit Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft. Damit will sie zu einem rationalen Umgang der Gesellschaft mit Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen beitragen. Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage www.ea-aw.de.
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Weitere Informationen:
http://www.ea-aw.de
Anhang Pressemitteilung "Verabschiedung Professor Gethmann"
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